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Achtung Buzz: Bilder mit AI erzeugen

Mir scheint, dass es in der Tech-Szene in diesen Tagen fast nur ein Thema gibt. Nein, es sind nicht mehr NFTs – Gott sei Dank ist dieser sinnlose Hype für den Moment mal vorbei.

Es geht aber auch um Bilder. Bilder, die von künstlicher Intelligenz erzeugt werden. Computer, die plötzlich kreativ werden und jetzt auch noch den Künstlern und Designern den Job streitig machen?

Nun, ich glaube, im Moment muss noch niemand um seinen Job fürchten. Unser Kollege Matthias Schüssler hat dazu einen schönen Beitrag verfasst, der die Situation sehr anschaulich zusammenfasst.

Ich möchte an dieser Stelle einen Tipp ergänzen und ein Beispiel zeigen, wie ich einen solchen Bildgenerator tatsächlich schon im Alltag verwende.

Stable Diffu­sion lokal auf dem Mac

Eines der von Matthias genannten Tools ist Stable Diffusion. Das ist eine OpenSource-Bibliothek, die im Gegensatz zu den anderen genannten Tools relativ einfach zu beschaffen ist. (Ich schreibe das deshalb, weil man sich für die meisten anderen Tools erst mal in eine Beta-Community einschreiben muss und ich bis heute vergeblich auf meinen Dall·e 2-Zugang warte). Das Installieren von Stable Diffusion auf einem Mac war aber bis anhin eine ziemliche Friemelei.

Nun also mein Tipp: für alle, die es ein wenig einfacher wollen, gibt es seit kurzem Diffusionbee. Die App installiert einem die Diffusion-Engine einfach auf Knopfdruck auf einem Macbook mit Apple Silicone. Achtung: die Installation braucht ziemlich viel Platz und Arbeitsspeicher.

Die Anwendung ist dann aber ganz einfach: im Textprompt gibt man eine möglichst genaue Beschreibung eines Bildes ein und dann generiert die App in kurzer Zeit ein entsprechendes Kunstwerk. Ideal also, wenn du die AI mal auszuprobieren möchtest.

Übrigens: es ist extrem bedeutend, mit welchen Worten man der KI das Bild beschreibt. Es braucht darum Menschen, die genau dieses Expertenwissen haben. Man nennt sie “Prompt Engineers” – ein Beruf, den es vor einem Jahr wohl noch nicht gab.

Aber ich schweife ab: sicher wollt Ihr jetzt sehen, was ich dem Bildgenerator geflüstert habe und was dabei rausgekommen ist.
Mein Prompt heisst:

“a goat in a hot air balloon is flying over the alps towards the sunset”.

So sieht das Resultat mit Stable Diffusion aus – die Ziegen sind da, der Ballon ebenfalls und auch die Alpen und der Sonnenuntergang wurden klar umgesetzt. Zusammen macht das alles sogar etwas mehr Sinn als der Prompt allein.

Aber schauen wir uns ein anderes Tool an.

Jasper Art im Alltag

Seit einiger Zeit verwende ich ja Jasper.ai als mein virtueller Text-Buddy. Ich habe schon mal darüber berichtet und inzwischen arbeite ich oft und gerne mit Jasper an meinen Texten. Sei es, um neue Blogbeiträge zu entwickeln oder umgekehrt kürzere Posts zu den Beiträgen zu generieren.

Abseits von den gängigen AI-Grafik-Tools hat Jasper vor einigen Wochen ein Zusatzmodul aufgeschaltet, mit dem sich eben nebst Texten auch Bilder erzeugen lassen.

Jasper Art funktioniert genau gleich wie Stable Diffusion: ich gebe meinen Prompt ein und kann dann noch einige Wünsche anbringen. Soll das erzeugte Bild realistisch aussehen oder wie ein Werk von Picasso? Auf was für einem Untergrund soll das Bild kreiert werden und welche Stimmung soll es haben? Für meinen Versuch lasse ich das alles mal weg und gebe den obigen Prompt auch bei Jasper in Auftrag:

Was soll ich sagen? Auftrag erfüllt, in der ganzen Absurdität des Prompts 😀

Wie kann mir dieses Tool nun also im Alltag helfen? Ganz einfach, indem ich bessere Prompts formuliere. Zum Beispiel diesen hier:

a realistic image of an iphone with ios 16 in a white right hand

Jasper erzeugt mir daraus blitzschnell 4 Vorschläge: Es ist ein iPhone, es ist zumindest beim 3. Vorschlag eine rechte weisse Hand. Ob es auch iOS 16 ist, ist schwer zu beurteilen. Hätte ich im Prompt auch weglassen können. Bin eben noch ein Prompt Engineer.

Meine Erfahrung

Wenn ich also für einen Blogbeitrag oder einen Post mal schnell ein Schmuckbild brauche, bin ich in Jasper fast schneller, als wenn ich in den üblichen Bilderpools suche. Die Bilder der AI sind ganz sicher auch origineller und einmaliger als Pexel und Co. Da lässt sich ja seit längerem der inflationäre Gebrauch der immer wieder gleichen Bilder beobachten.

Wie das nun genau mit Bildrechten ist, welche ethischen Konsequenzen solche Bildgeneratoren haben und wie sie unseren Alltag weiter beeinflussen werden, das müssen wir wohl noch sehen.

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Roman Schurter

Ich kümmere mich bei Edupartner in Zürich um digitale Inhalte und Angebote. Speziell angetan hat es mir das Content-First-Publishing aus XML direkt in verschiedene analoge und digitale Kanäle. Generell interessiert mich Technik, die mir den Alltag erleichtert. Ich bin auf Mac-Geräten am schnellsten und kenne wohl jede App aus der Kategorie «Produktivität».
roman.schurter@gmail.com
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