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Adobe Firefly: Schluss mit Beta, jetzt darfst du diese KI-Funktionen kommerziell nutzen

Bildquelle: blog.adobe.com
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Heute wurden im Hause Adobe viele Änderungen angekündigt, jedoch geht es nicht um neue Funktionen, sondern um Lizenzen. Wie schon lange bekannt, will Adobe die Nase vorn haben beim Klären der Nutzungsrechte für KI-generierte Inhalte.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Adobe Firefly ist offiziell nicht mehr in der «Beta»-Phase und dadurch verfügbar für kommerzielle Nutzung
  • Neu gibt es Credits für schnelle und langsame Generierung von Werken, die kostenlose Nutzung wird eingeschränkt
  • Mit dem FAIR-Act startet Adobe eine Initiative zum Schutz von Künstlern im Zeitalter der KI

Kommerzielle Nutzung erlaubt

In den FAQs zu Firefly wird erklärt, was jetzt passieren darf mit den generierten Inhalten. Zur Erinnerung; Bisher war die kommerzielle Nutzung nicht erlaubt. Hier die neuen Rahmenbedinungen (wörtlich übersetzt):

Warum ist ein Wasserzeichen auf dem Bild, wenn ich es herunterlade?

Das Wasserzeichen wird auf Downloads oder Exporte deiner mit Firefly erstellten Inhalte angewendet, wenn du ein unbezahlter Nutzer bist. Die mit einem Wasserzeichen versehenen Inhalte können weiterhin für kommerzielle Zwecke genutzt werden. Um das Wasserzeichen zu entfernen, kannst du den Firefly Premium Plan, Adobe Express Premium oder einen unserer anderen Pläne abonnieren.

Kann ich mit Firefly erzeugte Ausgaben kommerziell nutzen?

Ja, du kannst die von Firefly erzeugten Ausgaben für alle Funktionen, die nicht als “Beta” gekennzeichnet sind oder in einer Beta-Anwendung verwendet werden, kommerziell nutzen. Für alle “Beta”-Funktionen solltest du die generierten Ausgaben nicht kommerziell nutzen.

Credits und Abonnement-Strukturen

Ab heute erhalten Creative Cloud-, Adobe Firefly- und Adobe Express-Anwender mit kostenlosen Abonnements monatliche Generative Credits. Nachdem die planabhängige Anzahl an Generative Credits aufgebraucht ist, können kostenlose Abonnenten auf einen kostenpflichtigen Plan upgraden, um weiterhin Assets mit generativer KI zu erstellen.

Die kostenpflichtigen Creative Cloud-, Firefly- und Express-Tarife enthalten jetzt eine monatliche Zuteilung von «schnellen» Generative Credits, die wie Token funktionieren und es den Abonnenten ermöglichen, eine textbasierte Eingabeaufforderung in Bild- und Vektorinhalte in Photoshop, Adobe Illustrator, Express und Firefly zu verwandeln. Nachdem die für den Plan festgelegte Anzahl an «schnellen» Generative Credits aufgebraucht ist, können Abonnenten weiterhin Inhalte mit geringerer Geschwindigkeit generieren oder zusätzliche Generative Credits über einen kostenpflichtigen Firefly-Abonnementplan erwerben. Ab November 2023 plant Adobe, dass Nutzer zusätzliche Generative Credits über einen neuen Abo-Plan erwerben können, der bei 4,99 $/Monat für 100 Credits beginnt.

Begründet durch die vielen KI-Updates, die bisher ohne Zusatzkosten zu den CC-Produkten hinzugefügt wurden, werden bald auch die Preise für die CC-Abos etwas erhöht. Ab 1. November 2023 werden die Preise für bestimmte Creative Cloud-Tarife in Nordamerika, Mittelamerika, Südamerika und Europa erhöht. Hier liest du, welche Preise sich wie verändern werden.

FAIR-Act: Ein neues Recht zum Schutz von Künstlern im Zeitalter der KI

Auch hier ein direktes Zitat (übersetzt) aus dem offiziellen Ankündigungs-Post:

Ein Aspekt der generativen KI beunruhigt jedoch einige, darunter auch Mitglieder der Creative Community von Adobe. Wenn ein KI-Modell auf alle Bilder, Illustrationen und Videos trainiert wird, die es gibt, kann die KI lernen, neue Werke in genau demselben Stil zu erstellen wie der ursprüngliche Ersteller dieser Bilder, Illustrationen oder Videos. […]

Dadurch besteht die Möglichkeit, dass jemand ein KI-Tool missbraucht, um absichtlich den Stil eines Künstlers zu imitieren und dann mit der von der KI erzeugten Kunst auf dem Markt in direkten Wettbewerb mit diesem zu treten. Dies könnte ernsthafte wirtschaftliche Folgen für den Künstler haben, dessen ursprüngliche Arbeit verwendet wurde, um das KI-Modell zu trainieren. Das klingt nicht fair. […]

Aus diesem Grund hat Adobe dem Kongress vorgeschlagen, ein neues Bundesgesetz einzuführen zur Bekämpfung von Nachahmungen (FAIR”-Gesetz), um diese Art von wirtschaftlichem Schaden zu verhindern. Ein solches Gesetz würde Künstlern ein Klagerecht gegen diejenigen einräumen, die ihre Werke oder ihr Bildnis mit Hilfe von KI-Tools absichtlich und kommerziell imitieren. Dieser Schutz würde Künstlern einen neuen Mechanismus an die Hand geben, mit dem sie ihren Lebensunterhalt vor dem Missbrauch dieser neuen Technologie schützen können, ohne sich allein auf die Gesetze zum Urheberrecht und zur fairen Nutzung verlassen zu müssen. Bei diesem Gesetz ist es ganz einfach: Die absichtliche Nachahmung mit KI-Tools zu kommerziellen Zwecken ist nicht fair.

Über mich

  • Simea Merki

    Jeden Tag Menschen helfen, das zu sagen, was sie zu sagen haben. Mit Wirkung und Vision, trotzdem ressourcensparend. Ob es dabei um Websites, Webshops, Content Systeme, Texte oder auch Design geht, ist zweitrangig. Im Vordergrund stehst du und deine Vision. Mit massgeschneiderten und innovativen Ideen geben wir beim Familienunternehmen morntag unser Allerbestes, deine Message zu unterstützen.

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