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Amazon: Krach ums Homeoffice

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Du kämpfst in deiner Firma mit den Entscheidungen rund ums Home-Office und Remote Work? Dann beruhigt dich dieser Artikel vielleicht sogar ein wenig, denn: auch Amazon kämpft. Und wie!

Chronologie des Remote-Streits

Noch vor einem Jahr hatte Amazon-CEO Andy Jassy an einer Code-Konferenz gesagt, dass die Mitarbeitenden ortsunabhängig produktiv seien. Es gebe keine Pläne, die Amazon-Angestellten wieder ins Office zu beordern.

Das hat sich nun geändert. Die Chefetage verlangt, dass Mitarbeitende mindestens an drei Tagen pro Woche ins Büro kommen sollen. Darüber hat auch t3n berichtet. Aus der Belegschaft kommt grosser Widerstand, es gibt sogar eine laufende Petition gegen die «Return-to-Office”-Richtlinie mit knapp 30’000 Unterschriften.

Andy Jassy legte den Mitarbeitenden offenbar nahe, sich andere Jobs zu suchen, wenn sie das nicht wollen. Manchen Mitarbeitenden wurde vorgeschlagen, umzuziehen, um die Office-Regel einzuhalten. Wohlgemerkt: das sind teilweise Jobs, die unter der Remote-Regelung gestartet haben. Es hatten sich also beide Parteien aufs Home-Office geeinigt.

Ist «Top Down» hier die Lösung?

Meine Meinung: Amazon demonstriert hier wunderbar, wie man es besser nicht tun sollte. Keine Spur von Vertrauen, die Führungspositionen beziehen sich auf interne Auswertungen, die sie nicht veröffentlichen, es gibt keinen Diskurs. So sollte eine «Return to Office»-Aktion ganz sicher nicht ablaufen, wenn es denn überhaupt eine solche Kampagne braucht.

Die Frage ist natürlich; Wie würde man es richtig machen? Wie bringt man Mitarbeitende wieder ins Office? Oder sollte das überhaupt das Ziel sein?

Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Über mich

  • Simea Merki

    Jeden Tag Menschen helfen, das zu sagen, was sie zu sagen haben. Mit Wirkung und Vision, trotzdem ressourcensparend. Ob es dabei um Websites, Webshops, Content Systeme, Texte oder auch Design geht, ist zweitrangig. Im Vordergrund stehst du und deine Vision. Mit massgeschneiderten und innovativen Ideen geben wir beim Familienunternehmen morntag unser Allerbestes, deine Message zu unterstützen.

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Diskussion

6 Antworten

  1. Die Argumente und den Ansatz, wie ihn Amazon fahren möchte, finde ich auch schlecht gemacht.
    Sieht fast so aus, wie “Da waren wir vor 2 Jahren in einer ‘misslichen’ Lage, da machen wir es möglich, das Homeoffice, und jetzt, wo die Situation sich wieder geändert hat, holen wir euch wieder zurück.”
    Es hat doch aber auch Vorteile gebracht – Win/Win für jede Seite – wird das denn nicht gesehen oder ignoriert?
    Denn nicht alle Mitarbeiter:innen sind im Office produktiver, als im Homeoffice. Nur weil der Chef oder der Kollege:in neben einem sitzt.
    Ich hatte vor ein paar Woche, hier im Blog, meine Erfahrungen mit “meinem” Homeoffice geschildert und sehe, für mich sprechend, gute Vorteile darin. Einteilung der Arbeit ist besser, Anpassung an das Familienleben und Fahrzeit ins Büro (Umweltbelastung) fällt weg. Vorteil für den Arbeitgeber ist doch, positievere Einstellung der Mitarbeiter:innen. Oder aber die gemietete Bürofläche zu verringern oder frei gewordene Räume anders zu nutzen.

    Kann Ben nur zustimmen – die Mischung macht’s.

    1. Ja, man sieht daran auch schön, wie du schon schreibst, dass gewisse Situationen auch für PR genutzt werden. Wenn’s nicht anders geht, ist das Homeoffice “in” und danach aber wieder “out” 🙂

  2. Ich habe mehrere Jahre im Verlagit eigenem Büro Tag für Tag gearbeitet und das Gemeinsame Arbeiten mit den Kollegen unter einem Dach wirklich genossen.
    Dann mit Corona war plötzlich alles anders und ich alleine im Home-Office nur noch mit Teams Kontakt.
    Man durfte in wechselnden Gruppen noch ins Büro, wobei ich das eher selten gemacht habe, weil das ein krasser Gegensatz zu dem davor war. Teilweise war man da alleine im Stockwerk.

    Der Verlag hat die Situation dann dazu genutzt die personalisierten Büros aufzulösen, da man eh Büros buchen müsste, aus meiner Sicht eine logische Konsequenz.

    Nachdem ich nun über zwei Jahre im Homeoffice bin und ich die Hemmung auch mal ein paar Minuten privates auch über Teams reden zu können verloren habe, was nicht heißt, dass ich nicht effizient arbeite, sondern nur, dass ich mich in Teams so verhalte, wie ich es im Büro getan hätte, komme ich mit dem Home-Office gut klar und genieße mittags z.b. die Mittagspause mit meinem Mann.

    Was allerdings trotzdem leidet ist das Gemeinschaftsgefühl, dass sich beim Arbeiten vor Ort leichter bei der Kaffemaschine, der gemeinsamen Mittagspause und direkter Zusammenarbeit in Firmen mit gutem Betriebsklima ergibt. Hier sind die Führungskräfte meiner Meinung nach gefragt, dass sie dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter sich persönlich treffen können. Zwang hilft hier nicht.

    Ich finde es schön Kollegen, die ich nur im Bildschirm kenne, auch persönlich mal kennen zu lernen, finde manche Diskussionen Life etwas effizienter als in Teams aber ich würde ein zwangsweises Zurückkehren ins Büro als Rückschritt empfinden.

    1. Das kenne ich gut, Heike! Wir als Team arbeiten auch remote und stellen aber sicher, dass wir uns mindestens einmal pro Monat “in echt” sehen und da probieren wir immer, genug Zeit für ein ausgiebiges Mittagessen einzuplanen. Das fördert die Gemeinschaft.

  3. Die Mischung macht’s!
    Unternehmen sollten eindeutig kommunizieren, warum und in welchem Umfang sie ihren “stuff” im Haus haben wollen. Wenn es “nur” um mangelndes Vertrauen geht, reicht das nicht. Keine gute Message an die Angestellten. Wenigstens etwas mehr Kreativität in den Begründungen wäre hier gefragt. Wobei es ja tatsächlich auch Gründe gibt. Es ist z. B. etwas anderes Meetings oder Arbeitstreffen ausschließlich online abzuhalten. Nicht nur fürs Sozialgefüge, Teambuilding und Miteinander ist “live und in Farbe” immer wieder wichtig. Sozusagen das analoge “Mensch zu Mensch”.
    Zuhause oder Büro – es ist auch eine Typenfrage, wer ist wann und unter welchen Umständen am leistungsfähigsten?
    Und sicher hängt es auch von der zu verrichtenden Tätigkeit bzw. Art des Unternehmens ab.
    Ich denke wenn die Ziele klar und wie diese zu erreichen sind, kann man sachlich betrachtet schnell sehen, ob vor Ort, zuhause arbeiten oder eben eine Mischform der richtige Plan ist. Und wenn am Ende auch noch die Zahlen stimmen, haben alle was davon = Win/Win.
    “Top Down” = reaktionär = out!

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