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Arc Browser: dein Gate zum Web

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Was ist dein meistgenutztes Werkzeug im Alltag? Ich bin versucht, auf diese Frage mit «Das Smartphone» zu antworten. Wenn ich aber genauer darüber nachdenke, so ist das Tool, dass ich am meisten nutze, der Browser. Dabei spielt ein Browser bei mir die Hauptrolle: Arc.

Ein Meer aus Browsern

In den Weiten des Internets tummeln sich eine Vielzahl von Browsern. Platzhirsch ist Google Chrome mit 65,8% Marktanteil weltweit. Im Vergleich dazu hat Apple mit Safari noch einen Anteil von guten 8,63% und Firefox von Mozilla kommt auf 6,6%. Ferner tummeln sich auf dem Markt Chromium-Varianten wie Vivaldi, Brave oder auch Edge von Microsoft. Weiter kommt eine Vielzahl an exotischen Nischenbrowsern wie Opera (basiert auf Chromium), Waterfox (Open-Source-Browser basierend auf Firefox/Gecko), Tor Browser oder Midori (basierend auf WebKit). Wie die meisten nutze ich den Chrome Browser, genauer gesagt nutzte ich. Im hart umkämpften Browser Markt kann man das Rad nicht neu erfinden, aber man kann es etwas runder machen. Genau das ist The Browser Company of New York mit dem Arc Browser gelungen.

The Browser Company of New York

Hinter dem Arc Browser steht The Browser Company of New York. Das Unternehmen wurde 2019 gegründet und setzt sich aus vielen verschiedenen Parteien zusammen. Zum einen sind es Unternehmer, die eben erst ihre letzte Firma verkauft haben, zum anderen sind es ehemalige Ingenieure, Designer und Menschen aus der Forschung und Entwicklung bei Instagram, Google, Snap, Slack, Pinterest und Tesla. Sie konnten ein Startkapital von über 17 Millionen Dollar von Investoren, die bereits in die Gründung von Instagram, Stripe, Twitter, Zoom, Figma, und LinkedIn investiert hatten, sicherstellen und starteten damit in den Browsermarkt. Das Resultat war der Arc Browser.

Evolution statt Revolution

Wie eingangs schon gesagt, setzt der Arc Browser nicht auf revolutionäre Features, aber er entwickelt aus meiner Sicht den Browser da weiter, wo es Sinn ergibt. Dabei haben sie einige Features eingebaut, auf die man nicht mehr verzichten mag, wenn man sie eine Weile genutzt hat:

Taskbar

Das Feld, um die URLs einzugeben, befindet sich oben Links beim Browser. Interessant ist aber, dass man über «cmd + T» die Taskbar aufrufen kann. Darüber kann man zu geöffneten Tabs wechseln, eine Internetsuche anstossen oder eine URL eingeben. Das Resultat wird jeweils in einem neuen Tab angezeigt:

Favoriten und Tabs

Wenn man eine neue Seite aufruft, so wird diese in einem neuen Tab unter «Todays Tabs» geöffnet:

Today Tabs sind temporär und werden nach 12 Stunden archiviert. Die Zeit kann in den Einstellungen angepasst werden:

Wenn man einen Tab behalten möchte, so kann man ihn über Drag-and-drop in die permanenten Tabs ziehen:

Dienste, die man täglich benötigt und auf die man jederzeit mit einem Klick Zugriff haben möchte, kann man direkt in die Favoriten ziehen. Diese werden als Kacheln über den regulären Tabs angezeigt:

Tab Switcher

Über «control + Tab-Taste» kann man zwischen den Tabs im jeweiligen Workspace wechseln, genauso wie mit einem App Switcher:

Picture in Picture

Wenn man auf YouTube oder einem vergleichbaren Dienst etwas anschaut und dann den Tab oder Workspace wechselt, so schaltet Arc direkt in den Picture in Picture-Modus um und man kann arbeiten und das Video weiter schauen:

Blendet man das Bild aus, bekommt man einen Miniplayer, über den man das Medium steuern kann:

Workspaces

Workspaces sind nicht neu, aber sie helfen einem, verschiedenen Aspekt des Browsers zu organisieren. In Arc ist auch das schön gelöst:

Folders

Wir alle kennen die Favoritenleiste beim Browser, über die wir unsere Lesezeichen organisieren können. Arc hat keine Favoritenleiste, sondern organisiert die Tabs links des Browsers. Hier haben wir die Möglichkeit, unsere permanenten Tabs in Ordner zu organisieren. Das alleine ist nichts Spezielles, aber beim hovern über einen Ordner bekommen wir eine Inhaltsübersicht und können den Ordner durchsuchen:

Folder Sharing

Ein tolles Feature, um mit anderen zusammenzuarbeiten ist die Möglichkeit, einen Ordner zu teilen. Dadurch werden alle Tabs eines Ordners über einen Link zur Verfügung gestellt, unabhängig davon, ob die externe Person Arc verwendet oder nicht:

Dasselbe funktioniert auch mit ganzen Workspaces:

Arc Max

Arc Max ist die bordeigene KI des Browsers. Max unterstützt einen im Daily Business und hilft, Zeit zu sparen. Er räumt Tabs auf, schreibt auf Wunsch Download-Files neu an, kürzt Tabnamen für bessere Übersicht und lässt über die Adresseingabe ChatGPT direkt ansteuern. Meine Lieblingsfunktionen sind allerdings:

Ask on Page: Über «cmd + F» kann man eine Seite durchsuchen oder eine Frage stellen, die dann durch Max basierend auf der offenen Seite beantwortet wird:

5 Second Preview: Wenn man mit gedrückter Shift-Taste über einen beliebigen Link hovert, erstellt Max eine kleine Vorschau/Zusammenfassung, des Links:

Instant Links: Wenn man über «cmd + T» die Taskleiste öffnet und eine Suchanfrage startet, so kann man durch Drücken der «Shift»-Taste und der «Enter»-Taste direkt das Top-Suchergebnis in einem neuen Tab öffnen. Damit überspringt man sozusagen die Suchmaschinenseite:

So klein und schon ein Browser: Little Arc

Nicht immer ist es nötig, gleich komplett in den Browser zu wechseln. Für diesen Fall bietet The Browser Company einen kleinen Bruder von Arc an: Little Arc. Dieser öffnet sich standardmässig, wenn man einen neuen Link öffnet:

Danach kann man entscheiden, ob man einen eigenen Tab daraus machen will oder das Fenster einfach wieder schliessen. Little Arc kann über «alt + cmd + N» aufgerufen werden, unabhängig davon in welcher App man sich gerade befindet:

So kann man schnell eine Eingabe im Browser machen.

Unglaublich Persönlich

Für alle Individualisten bietet Arc die Möglichkeit seine Workspaces individuell zu gestalten, indem man die Farbe anpasst und Icons oder Emojis vergibt:

Gib deiner Website einen Boost

Will man einer Webseite etwas mehr Pep verpassen oder sie weiter personalisieren, so kann man einen Boost erstellen oder herunterladen. Um einen Boost zu erstellen, muss man lediglich die gewünschte Seite ansteuern und danach auf das Pinsel-Icon unter den Settings in der Adressbar klicken. Arc bietet auch eine Boosts Gallery an, in der durch Nutzer erstellte Boosts zur Verfügung stehen:

Möchte man etwa die Instagram-Seite etwas vereinfachen:

So kann man in der Boost Gallery zum Beispiel «Simplogram» installieren:

Danach sieht die Seite so aus:

Easels

Ein simples Whitboard direkt im Browser bietet Arc ebenfalls. Das Feature nennt sich Easel und lässt einen schnell etwas auf skizzieren:

Die Arc Library

unten Links im Browser befindet sich die Library:

In der Library finden sich die folgenden Features:

  • Media: Hier sind alle Bilder und Videos gesammelt, die man heruntergeladen hat.
  • Downloads: Hier werden alle Download-Files gemanagt.
  • Easels: Wenn man ein Easel anlegt, so findet man es hier.
  • Spaces: Bearbeite und verwalte deine Spaces an einem Ort.
  • Boosts: All deine Boosts an einem Ort. Hier kann man Sie aktivieren und deaktivieren oder löschen.
  • Archived Tabs: Hier liegen alle archivierten Tabs zum erneuten Aufrufen.

Chrome Extensions

Meiner Meinung nach ist ein Browser nur so gut wie seine Erweiterungen. Deswegen ist Google Chrome auch der Platzhirsch. Arc basiert auf Chromium, was es erlaubt, sämtliche Chrome Extensions nahtlos zu übernehmen. Das macht den Browser zu einem Powerhouse.

Fazit

Arc ist aus meiner Sicht bei Weitem der fortschrittlichste Browser auf dem Markt. Er funktioniert beinahe wie ein Betriebssystem fürs Web und bietet Features, die nicht zwingend bahnbrechend, aber unglaublich nützlich sind. Der Browser ist vollumfänglich auf macOS verfügbar und für Windows ist er in der Beta-Version ebenfalls zugänglich, jedoch bisher nicht mit allen Features.

Heutzutage ist ein Browser nicht wirklich nützlich, wenn er keine mobile Version anbietet sowie einen Sync. Auch hier kann The Browser Company liefern. Sie bietet einen eigenen Sync der Sidebar an und für iOS einen der wohl besten mobilen Browser, die ich bis jetzt gesehen habe. Dazu mehr in einem nächsten Blogpost.

Über mich

  • Christian Denzler

    Nach einer klassischen Lehre als Polygraf EFZ und einer Weiterbildung zum Techno-Polygraf EFA sammelte Christian Denzler Erfahrungen in Druckereien, Agenturen und Premedia-Firmen. Er ist ein Publishing-Profi und seit 2015 Prüfungsexperte «grafisch technische Berufe» an der Berufsschule für Gestaltung Zürich. Leidenschaftlich testet er neue Software sowie Technologien und schreibt darüber.

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