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Was es nicht alles für Begriffe gibt (manche mittlerweile nicht wirklich ansprechend, zugegeben!) für ein und die selbe Tatsache. Für mich ist das alles Schnee von gestern, vielleicht in Anbetracht meiner Lebensjahre auch schon von vorgestern.
Ich bin in einem blinden und sehbehinderten Umfeld aufgewachsen. Für mich ist klar, dass man sein Trinkglas nicht einfach irgendwo hinstellt sondern an immer denselben Platz. Ebenso ist es selbstverständlich, auf eine Stufe oder eine Unebenheit im Boden hinzuweisen. Ich habe gelernt, dass Zeitungen und Bücher nicht von jedem gleichermassen gelesen werden können.
Und es war eine Offenbarung, als ich vor vielen Jahren lernen durfte, wie wir Gestalter, Layouter, Texter, Publisher einen viel besseren Zugang zu Inhalten ermöglichen können.
Einer, der mir schon vor Jahren gezeigt hat, wie Blinde und seheingeschränkte Menschen unsere Inhalte konsumieren ist René Jaun.
Er hat mir gezeigt, dass es nötig ist, unsere Inhalte gut zu strukturieren. Bilder zu beschreiben wo es sinnvoll ist und auch mal, wie man komplett übers Ziel hinausschiessen kann.
Kurz: ich war und bin immer noch fasziniert von den Möglichkeiten, die wir haben. Ich werde nicht müde, in meinen Template-Workshops auch die Barrierefreiheit anzusprechen. Und ja, in von mir erstellten Templates kann ich sehr viel vorbereiten. Teils muss ich jedoch erst einmal den Verständnis-Weg beim Kunden ebnen, teils nur die technischen Voraussetzungen schaffen.
Vor einiger Zeit habe ich zwei Kurz-Interviews mit Klaas Posselt aufgenommen, wie man mit InDesign relativ gut (100% wird es wohl nie geben) zu barrierefreien Dokumenten kommt. Diese verlinke ich gern mal hier:
René Jaun in einem Online-Vortrag
Die InDesignUserGroup Stuttgart hatte dieser Tage René für einen Vortrag eingeladen. Der Vortrag steht nun auf YouTube zur Verfügung und ich möchte allen, die sich für das Thema interessieren, die wollen oder eben auch müssen (die Gesetze werden uns dazu zwingen, also kümmert euch lieber vorher drum, unter Zwang macht nichts wirklich Spass!) diesen wunderbaren, kurzweiligen, spannenden und informativen Vortrag ans Herz legen!
Danke an dieser Stelle an Katharina Frerichs und Christoph Steffens von der IDUG Stuttgart für die Möglichkeit, den Vortrag auch nach der eigentlichen Veranstaltung hören (und sehen) zu können!
Wie sieht es bei dir aus?
Steckst du schon mitten im Thema? Oder kommst du gerade mal so rein? Willst du oder musst du?
Liebe Grüsse – Heike
Über mich
Alle Beiträge ansehenInDesign verstehen. Und dann Qualität erzeugen. Ist es das, was Du suchst?
Ich bringe Ordnung in deine InDesign-Dateien. Oder zeige dir, wie du selbst die besten Templates und Vorlagen erstellen kannst. Bei mir bist du richtig, wenn:
deine InDesign-Dateien komplexer werden und du Hilfe brauchst // du den Dingen in InDesign auf den Grund gehen willst (also einen Workshop oder ein Seminar brauchst) // du deine Ruhe haben willst und Arbeit und/oder Verantwortung abgeben möchtest, aber die Qualität sehr gut bleiben oder werden soll?











Ein Kommentar
Ich habe mich schon vor Jahren damit auseinandergesetzt und auch 3 Jahre für die Post und PostFinance InDesigns und PDFs getagt. War sogar mal von pdfa.org zertifiziert 🤗
Das Thema ist enorm wichtig und auch direkt mit einem anderen Webthema verzahnt: SEO. Denn der Google Crawler ist auch nur ein Screenreader von der Funktionsweise her.