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Canva Create 2026: Conversational Design, Brand System und neue Integrationen

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Am 16. April 2026 hat Canva an der Canva Create in Los Angeles seine nächsten grossen Schritte vorgestellt. Der Fokus liegt klar auf KI – konkret auf einer komplett neu aufgezogenen Plattform namens Canva AI 2.0 – und auf vielen kleineren Erweiterungen rund um Affinity, Cavalry und Canva Print.

Canva AI 2.0

Canva bezeichnet das Release als den grössten Produkt-Launch in der Firmengeschichte. Statt mit einer leeren Seite oder einer Vorlage zu beginnen, soll man seine Idee, ein Ziel, ein Briefing oder auch nur eine grobe Skizze beschreiben – und Canva AI baut daraus ein vollständig editierbares Design auf.

Vier Bausteine bilden das Fundament:

  • Conversational Design: Aus einer Beschreibung entsteht ein strukturiertes, markenkonformes Layout, an dem man im Dialog weiter feilt.
  • Agentic Orchestration: Die KI greift auf die Design-Engine von Canva zu und koordiniert die passenden Werkzeuge selbstständig. Ein Auftrag wie „Mehrkanal-Kampagne für unsere neuen Sommerprodukte“ soll die komplette Umsetzung in allen Formaten auslösen.
  • Layered Object Intelligence: Was Canva AI generiert, besteht aus einzelnen, editierbaren Objekten – kein flaches Bild. So soll sichergestellt werden, dass bei Änderungswünschen auch nur die betroffenen Elemente geändert werden.
  • Memory Library: Canva AI lernt mit, merkt sich Stil, Marke und Vorlieben und passt sich so mit jedem Projekt stärker an Person und Team an.

Canva AI 2.0 startet als Research Preview. Der Zugang wird zunächst den ersten rund eine Million Personen über die Canva-Startseite freigeschaltet und in den folgenden Wochen schrittweise ausgeweitet.

Alles zu Canva AI 2.0: canva.com/newsroom/news/canva-create-2026-ai

Intelligente Workflows

Rund um die neue KI-Architektur kommen sechs Workflow-Funktionen:

  • Connectoren: Anbindungen an Tools wie Slack, Gmail, Google Drive und Kalender. Canva AI kann auf Inhalte, Gespräche und Termine zugreifen – etwa um aus einem Zoom-Transkript eine Meeting-Zusammenfassung oder aus Slack-Aktivitäten einen Newsletter zu bauen.
  • Scheduling: Wiederkehrende Aufgaben laufen im Hintergrund nach Zeitplan – zum Beispiel ein wöchentliches Social-Media-Paket oder ein tägliches Briefing-Dokument.
  • Web Research: Canva AI recherchiert auf Wunsch oder nach Zeitplan im Web und liefert die Ergebnisse als editierbaren Inhalt direkt ins Design.
  • Brand Intelligence: Schriften, Farben und Markenregeln werden automatisch auf Designs angewendet, bestehende Layouts werden entsprechend aktualisiert.
  • Sheets AI: Aus einer Beschreibung entsteht eine fertig strukturierte Tabelle mit passenden Daten – etwa ein Budget-Tracker, eine Projekt-Timeline oder ein Content-Kalender.
  • Canva Code 2.0: Aus einem Prompt baut Canva AI eine vollständige, responsive Web-Erfahrung. Neu lässt sich auch bestehender HTML-Code importieren und in Canva weiterbearbeiten.

Neues in Affinity

Affinity bekommt gleich mehrere Erweiterungen: Das Canva Brand System ist neu direkt in Affinity verfügbar. Assets lassen sich in beide Richtungen nahtlos austauschen.
Capture One (Foto-Bearbeitung) und DaVinci Resolve (Videoschnitt) unterstützen neu das Affinity-Dateiformat. Affinity-Dokumente landen so direkt im Foto- oder Videoschnitt – in Resolve werden Änderungen sogar automatisch übernommen.
Und mit dem neuen Affinity AI Connector mit Claude lassen sich wiederkehrende Schritte einmal beschreiben und als Skript wiederverwenden.

Offline-Modus, Print Shop und Learn Grid

Canva lässt sich endlich ohne Internetverbindung nutzen – eine der meistgewünschten Funktionen der Community.
Dazu kommt der Print Shop mit komplett überarbeitetem Shop-Erlebnis und vielen neuen Produkten sowie Premium-Ausführungen.
Und mit Learn Grid lanciert Canva eine eigene Lernplattform für Schulen: mit vielen Unterrichtsmaterialien und einer KI, die auf Wunsch passende Aufgaben und Aktivitäten generiert – in mehr als 16 Sprachen.

Ich persönlich freue mich am meisten darauf, dass sich Canva-Code-Projekte neu auch händisch bearbeiten lassen – der HTML-Import macht das Tool für mich deutlich alltagstauglicher. Und auf die Memory Library bin ich gespannt: Eine KI, die mit der Zeit Stil und Marke verinnerlicht, könnte im Alltag einen echten Unterschied machen. Auch den Chat direkt im Design-Editor finde ich cool – so lässt sich im Fluss weiterarbeiten, ohne den Kontext zu wechseln.

Alle Ankündigungen im Detail findest du im Canva Newsroom und auf dem Affinity-Blog.

Welche der Neuerungen findest du am spannendsten? Schreib es in die Kommentare!

Über mich

  • Corinne Ulrich

    Corinne Ulrich ist Teil von „morntag“. Sie arbeitet dort als Designerin und interessiert sich vor allem für Design Themen, jedoch auch für den technischen Hintergrund dazu. Ausserdem interessiert sie sich für Mode und Fotografie.

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