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Continuous Publishing: Wenn immer was geht

Verlage, Verbände, Unternehmen – überall wurde in der Blütezeit des Prints Information in Form von Magazinen verteilt. Typischerweise in regelmässig erscheinenden Ausgaben. Das Zusammennehmen von Artikeln zu einer Ausgabe wurde teilweise auch für digitale Ausgabekanäle übernommen. Warum eigentlich?

Ausgaben, eine Print-Vorgabe

In Print sind Ausgaben nur sinnvoll, weil es nicht wirtschaftlich wäre, einzelne Artikel zu drucken und separat zu versenden. Digital ist dies nicht so. Es spielt keine Rolle, wann ein fertiger Artikel erscheint. Im Gegenteil, der Zeitpunkt des Publizierens kann mit äusseren Umständen wie Wochentag, Tageszeit oder zeitlicher Nähe zu einem Geschehnis abgestimmt werden.

Schwerpunkte und Serien auch ohne Ausgaben

Natürlich sind auch ohne Ausgaben aufeinander abgestimmte Artikel für Schwerpunkte oder Serien möglich, in dem deren Veröffentlichung entsprechend geplant wird.

Continuous Publishing bedingt ein Umdenken

Wenn Artikel fortlaufend, ohne feste Ausgaben, veröffentlicht werden, spricht man von “Continuous Publishing” (kontinuierliche Veröffentlichung). Im Beispiel oben wird ein Artikel am Montag im Web veröffentlicht, der nächste am Dienstag und wieder einer am Mittwoch. Die gleichen drei Artikel erscheinen schliesslich in der nächsten gedruckten Ausgabe – “Continuous Publishing” in einer “Content First”-Welt.

Anpassung der redaktionellen Abläufe

Continuous Publishing bedingt häufig eine Anpassung der redaktionellen Abläufe. Vor allem im Bereich der Freigaben. Bei der klassischen Ausgabe wurden Artikel vielleicht an der monatlich stattfindenden Redaktionssitzung freigegeben. Soll immer was publiziert werden, muss immer was freigegeben werden. Halb so wild, denn mit heutigen Publikationssystemen (Content First und Redaktionssysteme) kann der Freigabeprozess automatisiert werden: Was freizugeben ist, erscheint in der Inbox der entsprechenden Person.

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Haeme Ulrich

Ich bin Business Leadership Coach und konzentriere mich auf Verlage und Agenturen. Ich habe Hunderte von Verlagen und Agenturen weltweit betreut und ihnen geholfen, ihre Prozesse zu optimieren und eine blühende Kultur zu etablieren. Ich bin ein versierter Redner, spreche auf Bühnen mit mehr als 5000 Zuhörern sowie vor Hochschul- und Fachpublikum. Mein Stil ist authentisch, ehrlich und direkt, wobei dein Erfolg immer im Vordergrund steht. Ich lege mehr Wert darauf, meinen Kunden beim Aufbau langfristiger, nachhaltiger Geschäfte zu helfen, als nur auf kurzfristige Gewinne zu achten.
haeme@morntag.com
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Diskussion

2 Antworten

  1. Das ist nach meiner Erfahrung die größte Herausforderung für viele “Alteingesessene” – die Umstellung auf kontinuierliches Arbeiten. Die Artikel werden nicht wöchentlich zusammen freigegeben, sondern einzeln wie sie aufschlagen. Bilder werden nicht als Aufgabe an einen konkreten Mitarbeiter gegeben, sondern dynamisch einem ganzen Team bereitgestellt, die sie kontinuierlich abarbeiten.

    Es gibt nur wenige Dinge, bei denen ich stärkere Ablehnung und Panik erlebt habe. “Aber wenn ich will, dass die Gisela dieses Bild bearbeitet???!?!?eins!?” Mal abgesehen davon, dass für viele Menschen Veränderung ja eh erst mal pauschal schlecht ist, ist dieses dynamische Arbeiten aber eine besondere Herausforderung: Wo man vorher feste Termine und Zeitslots hatte, zu denen bestimmte Dinge getan wurden, geht plötzlich jegliche Struktur verloren – man muss sich neu organisieren, selbst bestimmen, was wann getan wird. Man bekommt keine Anrufe und E-Mails mehr, wie der Status ist, sondern muss auf ein Dashboard gucken. Man gibt die Kontrolle ab, und dann soll man auch noch darauf vertrauen, dass trotzdem alles fertig wird, sogar schneller als vorher!

    Du sprichst hier über Verlage, aber ich kann sagen, dass auch schon im Marketing der Struggle real ist, wie meine Kinder sagen würden. Da bestehen teilweise Behördenmentalitäten, die den Menschen selbst gar nicht bewusst sind.

    1. Wow, danke Thorsten für diese Ergänzung. Es war mir nicht bewusst, dass auch das Marketing damit kämpft!

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