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Conversion Rate Optimierung: Wie lang sollte ein Kontaktformular sein?

Conversion Rate Optimierung: Wie lang sollte ein Kontaktformular sein?

Wer kennt es nicht: Man geht auf die “Kontakt” Seite oder klickt auf einen Button mit dieser Aufschrift und erhält erstmal ein langes Formular das man ausfüllen muss.

Die Realität sieht jedoch so aus, dass die meisten von uns keine oder nicht viele Informationen Preisgeben wollen.

Im Beitrag ein paar Tipps wie lange ein Kontaktformular sein sollte und auch ein paar gute Beispiele.

Anzahl der Felder zählt

In einer Quicksprout Studie reduzierte man die Felder von 11 auf 4. Das Ergebnis: Eine Erhöhung der Conversion Rate (frei übersetzt: Webseitenbesucher die das Kontaktformular ausfüllen) um 120 Prozent.

Füllten es vor der Veränderung nur 5.4 % aus, waren es nach der Reduzierung bereits 11.9 %.

In einem anderen Beispiel von Unbounce (einem Hersteller eines Landinpage Baukastens) konnte Expedia eine Umsatzsteigerung von zirka 11 Millionen Franken erzielen und das nur durch das Entfernen eines einzigen Feldes in deren Formular.

Ein paar Beispiele

Trello zeigt, wie man ein erfolgreiches Formular erstellt.

Es hat gerade einmal 3 Felder. Man muss auch nicht das Passwort wiederholen, welches bei vielen Webseiten der Fall ist.

Auffallend ist auch die Grösse des Formulars. Es macht fast ein Drittel der Kontaktseite aus. Es ist zentriert und es gibt auch keine weiteren Links (wie zum Beispiel “Homepage”, “Über uns”, etc.) welche von der Anmeldung ablenken.

Auch die Conversion Profis selbst von Unbounce zeigen wie es geht:

Auch hier ist die Anzahl an Feldern sehr gering gehalten.

Zudem wird auf der rechten Seite unterschiedliche Zusicherungen gemacht “30 Tage Trial, in dem nichts bezahlt oder abgebucht wird”, “einfaches Zurücktreten vom Einkauf”, “einfache Änderungen der Zahlungsmodalitäten”.

Das Besondere bei dieser Methode von Unbounce ist jedoch auch: Nicht alles ist auf einer Seite. Anstatt alle Felder auf ein grosses Formular zu packen, wird der Nutzer nach den weiteren Informationen, unter Schritt 2 “Billing Info”, erst gefragt wenn die ersten Felder ausgefüllt sind. Somit hat der Nutzer auch nicht wirklich das Gefühl ein langes Formular auszufüllen, was jedoch eigentlich der Fall ist.

Weniger muss nicht immer mehr sein – A/B Testing durchführen

Die Qualität der Leads zählt in einigen Fällen mehr, als das ein oder andere zusätzlich ausgefüllte Kontaktformular.

Um eine gute Leadqualität zu erhalten, kann man auch auf fortlaufende A/B Tests setzen. Hierbei wird der Strom an Webbesuchern auf unterschiedliche Versionen der Landingpage mit unterschiedlichen Formularen und Längen geleitet.

Die Ergebnisse kann man dann miteinander vergleichen. Man eliminiert die Versionen mit einer geringeren Conversion Rate (dabei sollte man darauf achten nur die qualitativ hochwertigen Anfragen zu zählen).

Meine eigenen Erfahrungen

Lange Zeit habe ich ein normales Kontaktformular genutzt. Die Conversion Rate war relativ gering.

Nach der Umstellung auf ein optimiertes Formular stieg die Conversion um fast 100 Prozent.

Vorher:

Nachher:

Man sieht im “Nachher” Bild, dass das grosse Feld “Ihre Nachricht” und auch das Captcha entfernt wurde. Gleichzeitig fordert der grosse rote Button zum Handeln auf.

Hier sieht mach auch das Beispiel in Aktion.

Fazit

Es lohnt sich das Kontaktformular zu überarbeiten. Oftmals werden Dinge abgefragt, welche man zu diesem Zeitpunkt gar nicht wissen muss und auch später erst erfragen kann.

Man kann die Conversion Rate zum Teil signifikant in die Höhe treiben, in dem man sich die Felder im Genauen anschaut. Auch A/B Tests sind sehr hilfreich.

Was sind Eure Erfahrungen? Was gibt es Eurer Meinung nach bei solchen Formularen zu beachten?

Bildquelle: Canva.com/ kostenfreie Lizenz, Trello.com, Unbounce.com

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Sascha Thattil

Ich interesse mich für das Bloggen, für Softwareentwicklung und das Thema Outsourcing. Als Geschäftsführer von YUHIRO unterstütze ich Unternehmen aus der Schweiz mit Softwareentwicklern in unserer Niederlassung in Kochi, Indien in unterschiedlichen Technologien, allen voran PHP und ASP.NET.
sascha.thattil@yuhiro.de
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Eine Antwort

  1. Danke für den Input! Das kann ich zu 100% nachvollziehen. Geht mir selber genau gleich, wenn ich was ausfülle. Soweit ich weiss, schreibt die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (ach, dieses Wort) vor, nur das abzufragen, was für die angepriesene Dienstleistung wirklich notwendig ist. Spricht also auch für eine Entschlackung der Formulare.

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