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Das Lightroom-Cockpit

Ich gebe es zu: es war Liebe auf den ersten Blick. Ich musste tatsächlich keine 10 Sekunden überlegen, da war das Ding bestellt. Und selten habe ich mich in der letzten Zeit so auf ein neues Hardware-Gadget gefreut. Aber der Reihe nach…

Ich bin Hobbyfotograf. Ich gehe gerne mit einer DSLR nach draussen und fotografiere. Auf Reisen ist meine Kamera natürlich auch immer dabei und so kommen doch einige Fotos zusammen.

Ich fotografiere gerne RAW und bearbeite dann die Fotos auch tatsächlich am Bildschirm. Das mache ich seit Jahren in Lightroom, denn da habe ich die beste Kontrolle über die Qualität, die Organisation und die Metadaten der Bilder. Ich bin dann auch recht fleissig und trage bei allen Bildern Geopositionen, Ratings und verschiedene Keywords ein. Und ich experimentiere gerne mit den verschiedenen Reglern und Buttons, um aus den RAW-Bildern ein Optimum oder etwas Kreatives herauszuholen.

Im Laufe der Jahre habe ich mir viele Tastaturkürzel angeeignet und ich bin inzwischen auch recht flink mit der Maus oder dem Touchpad. Und doch dachte ich mir immer: „Das müsste doch auch eleganter gehen“.

Und dann sah ich das:

 

Ein Steuerungscockpit mit physischen Buttons und Reglern, mit denen ich alle Aspekte der Fotobearbeitung und -katalogisierung steuern kann! Wie geil ist das denn?

Nun denn: die Bestellung verlief wie gesagt flink und geschmeidig und nun liegt das Teil vor mir. Und ich fühle mich wie ein Pilot, wenn ich an den Rädchen drehe und auf die Knöpfchen drücke. Ich habe Lightroom auf meinem iMac im Vollbildmodus, sehe also das ganze Bild und werde nicht abgelenkt. Ich muss nicht ständig auf die Tastatur schielen oder mit der Maus auf die Adobe-typischen kleinen Haltepunkte zielen. Nein: ich schaue nur noch auf das Bild und meine Finger finden automatisch den richtigen Regler auf dem Loupedeck.

Dieses ist übrigens fantastisch schön verarbeitet. Die Buttons drücken sich butterweich und die Regler drehen smooth und präzise. Die Anordnung der Steuerelemente ist sehr intuitiv und durchdacht. Auf dem Deck hat es einige Elemente, die sich individuell konfigurieren lassen. So lassen sich gezielt eigene Presets abrufen und anwenden. Diese neue Haptik macht ganz einfach Spass und ist saupraktisch. Ich will nicht mehr ohne. Ein tolles Produkt, welches typischerweise durch eine Kickstarter-Kampagne finanziert und ermöglicht wurde.

Die Sache hat nur einen Hacken: das Deck ist leider nicht ganz günstig. 400 Franken sind dafür fällig und somit lohnt es sich schon nur, wenn man regelmässig mehrere Stunden in Lightroom verbringt. Für einen Profi mit Tausenden von Fotos wird sich die Investition aber schnell bezahlt machen, denn die Fotobearbeitung macht nicht nur Spass, man ist mit dem Loupedeck tatsächlich auch deutlich schneller als mit Keyboard und Maus.

Weitere Informationen zum Loupedeck: https://loupedeck.com

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Roman Schurter

Ich kümmere mich bei Edupartner in Zürich um digitale Inhalte und Angebote. Speziell angetan hat es mir das Content-First-Publishing aus XML direkt in verschiedene analoge und digitale Kanäle. Generell interessiert mich Technik, die mir den Alltag erleichtert. Ich bin auf Mac-Geräten am schnellsten und kenne wohl jede App aus der Kategorie «Produktivität».
roman.schurter@gmail.com
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3 Antworten

    1. Bis jetzt funktioniert das Teil ausschliesslich in Lightroom. Man muss eine kleine Zusatzsoftware installieren, die die Funktionen in LR aufschaltet. Und ja: ich bin damit produktiver. Die wichtigen Funktionen sind schneller erreichbar. Und ich kann im Vollbildmodus arbeiten und mich voll auf das Bild konzentrieren.

      Ich mache normalerweise zwei Durchläufe: erstens Fotos bewerten (und grad löschen, was nicht mehr gebraucht wird), danach Korrekturen anbringen.

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