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Die Bibliothekendebatte

Eine kleine Geschichte aus der Ecke “betrifft uns nicht direkt, aber irgendwie schon”. Ein Bibliothekar hinterfragt die Rolle und Aufgabe der Bibliotheken in unserem aktuellen digitalisierten Alltag. Und entfacht damit einen Sturm der Entrüstung.

Der Leiter der ETH-Bibliothek beschreibt in der NZZ die Schwierigkeiten mit verschiedenen Publikationsmodellen, schildert den Kampf gegen die Informationsflut und kritisiert das bestehende (subventionierte) Bibliothekenwesen. Und schon füllen sich die Kommentarspalten. Das Lager trennt sich schnell in Befürworter und Gegner. Wobei sich Pro- wie auch die Contra-Argumente schnell auf den Stellenwert des gedruckten Buches, die abendländische Kulturgeschichte und unsere Gesellschaft im Allgemeinen ausweiten.

Die Geschichte ist deshalb interessant, weil wie die Bibliotheken auch die Verlage sich Gedanken zu ihrer Funktion und ihren Geschäftsmodellen machen müssen. Und weil die Grabenkriege in Diskussionen etwa mit ähnlich viel Energie verlaufe, wenn es um die Zukunft des gedruckten Buches gegenüber dem digitalen Pendant geht. Als ob ein einträgliches Nebeneinander nicht möglich wäre.

7.2-16

Die steilen Thesen von Rafael Ball in der NZZ

http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/bibliotheken-weg-mit-den-buechern-interview-rafael-ball-eth-ld.5093

Die Kommentarspalten füllten sich im Nu. Und wie immer tauchen in solchen Diskussionen schnell die Klischees auf:  da der Buchliebhaber auf, der bei bei einem Stromausfall dank Kerzenschein sein Buch lesen kann (als ob er im Falle eines Stromausfalles nichts anderes zu tun hätte). Dort der Homo digitalis, der schon fast krampfhaft einen Bogen um jegliches Papier macht. Dabei ging es doch um das Bibliothekenwesen.

11.2.16

Einige Blog-Autoren nahmen den Faden aus dem NZZ-Artikel auf und steuerten etwas tiefergehende Überlegungen bei. So zum Beispiel Philippe Wampfler.

Die Bibliotheken-Provokation – und was Schulen daraus lernen können

12.2.16

Die NZZ führt die gut laufende Geschichte natürlich weiter und giesst Öl ins eigene Feuer:

http://www.nzz.ch/feuilleton/ueber-eine-zukunftsvision-die-ein-horrorszenario-sein-koennte-1.18693786#comment-2509776306

Zuletzt

Der Tages-Anzeiger nimmt mir die Zusammenfassung der gesamten Diskussion ab und fasst die Causa zusammen: http://mobile2.12app.ch/articles/17933424.

#Digitalisierung #Buch #eBooks #Verlage #Zukunft

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Roman Schurter

Ich kümmere mich bei Edupartner in Zürich um digitale Inhalte und Angebote. Speziell angetan hat es mir das Content-First-Publishing aus XML direkt in verschiedene analoge und digitale Kanäle. Generell interessiert mich Technik, die mir den Alltag erleichtert. Ich bin auf Mac-Geräten am schnellsten und kenne wohl jede App aus der Kategorie «Produktivität».
roman.schurter@gmail.com
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