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Digitale Nomaden: Ist Remote Work ein Zukunftsmodell? (mit Studien)

Dieser Beitrag ist Teil der Serie Remote Work – so gelingt es
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An der future!publish 2023 durfte ich einen Talk zum Thema «Digitale Nomaden» halten. Dabei ist mir aufgefallen, dass wir das Thema meines Erachtens zu selten thematisieren. In meinem Arbeitsalltag, ich würde mich selber als Teilzeit-Digital-Nomad bezeichnen, beobachte ich immer wieder, wie man das Konzept von Remote Work doch ziemlich einfach umsetzen könnte, wenn man ein paar Dinge beachtet. Deshalb habe ich mich entschieden, dazu eine Serie hier im Blog werden zu lassen.

Aber von vorne: Was sind Digital Nomads? Und warum jetzt dieses Thema?

In den vergangenen Jahren hat sich das Home-Office zu einem regelrechten Trend entwickelt. Die Gründe dafür sind offensichtlich: Distanz war das Gebot der Stunde, um der Pandemie entgegenzuwirken. Doch auch nachdem die Krise abgeklungen ist, fragen sich viele Menschen, warum sie überhaupt noch ins Büro gehen sollten. Laut Studien gibt es inzwischen etwa 35 Millionen digitale Nomaden, die von überall aus arbeiten können – sei es vom Küchentisch, einem Co-Working-Space, einem Internetcafé oder während ihrer Reisen um die Welt.

Das Bedürfnis nach ortsunabhängigem Arbeiten nimmt bei Arbeitnehmern kontinuierlich zu, das belegen Studien. Mit dem Eintritt der Generation Z ins Berufsleben wird der Bedarf an Arbeitsplätzen für Remote Work bis 2030 voraussichtlich um 30 % steigen.

Etwas differenzierter, hier Zahlen aus einer Studie zur Gen Z und Remote Work:

Dabei ist der Trend schon voll da: Weltweit gibt es 35 Millionen digitale Nomaden.

Eine sehr umfangreiche Studie zum Thema stammt von Buffer. Jährlich wird der «State of Remote Work»-Bericht veröffentlicht. Dabei wird auch das Thema Begeisterung abgefragt. 62 % aller Befragten würden sagen, dass sie mehr Begeisterung für ihre Arbeit haben, seit sie remote arbeiten:

Bei dieser Studie gehöre ich ganz klar zu den 62 %. Freiheit – ob zeitlich oder örtlich – ist einer der Gründe, warum ich die Selbstständigkeit in der Publishing-Branche liebe. Aber genug der Schwärmerei.

Jetzt mal ernsthaft: Träumerei oder machbar?

Um ehrlich zu sein, frage ich mich das ab und zu auch. Ist das wirklich ein Zukunftsmodell? Wie kann Remote Work funktionieren?

Ich nehme dich mit in meinen Denkprozess, in dieser Serie geht es darum, wie Remote Work funktionieren kann, wo wir umdenken müssen, und wo die Lösung vielleicht näher liegt, als wir denken. Dabei geht es nicht in erster Linie um Logistik, sondern auch um die Arbeitskultur. Wie muss ein Team funktionieren, damit Remote Work funktioniert?

Deine Fragen/Anregungen?

Schreib mal in die Kommentare: Geht Remote Work? Wo siehst du Stolpersteine? Welche Fragen tauchen auf beim Thema Digital Nomads?

LinkedIn Learning Training zu Remote Work

Wir von morntag durften unsere Learnings in einem Online-Kurs zusammentragen. Dieses Training auf LinkedIn Learning ist ein Audio-only Kurs und kann wie ein Podcast gehört werden. Schau doch mal vorbei!

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Über mich

  • Simea Merki

    Jeden Tag Menschen helfen, das zu sagen, was sie zu sagen haben. Mit Wirkung und Vision, trotzdem ressourcensparend. Ob es dabei um Websites, Webshops, Content Systeme, Texte oder auch Design geht, ist zweitrangig. Im Vordergrund stehst du und deine Vision. Mit massgeschneiderten und innovativen Ideen geben wir beim Familienunternehmen morntag unser Allerbestes, deine Message zu unterstützen.

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7 Antworten

  1. Für mich kommt ein “Nur-Remote-Arbeitsplatz” (auf Neu-Deutsch: “Home Office”) nicht in Frage. Schon durch Corona und jetzt aus “Energiespargründen” (d. h., die Firma spart Energie und wälzt – politikbedingt – die Energiekosten komplett auf die Arbeitnehmer ab) sitze ich notgedrungen zu Hause.
    Vorteile der Remote-Arbeitsplätze u.a.:
    – flexibel in der Zeit
    – keine Fahrtkosten
    – eigene “Wohlfühlumgebung”
    Nachteile u.a.:
    – keine Bindung/Identifizierung mehr an die/mit der Firma – remote kann ich für jede beliebige Firma arbeiten
    – keine Kontakte “übern Flur”
    – für jedes Gespräch muss eine Videoverbindung herhalten – kein echtes Gespräch möglich
    – keine “sozialen Kontakte” mit Kollegen/Chefs
    – Energie- und sonstige Kosten werden auf die Mitarbeiter abgewälzt – ohne Gehaltsausgleich
    In meinen Augen optimal ist ein gesunder Mix zwischen Remote und Vor-Ort: einige Tage in der Firma, einige Tage remote
    Aber ok – ich bin ja auch ein von der Gen. Z so viel beschimpfter alter weißer Mann 🙂
    Übrigens: Das Gendern lehen ich aus Prinzip ab – die Achtung aller Menschen (die mirt natürlich absolut wichtig ist) äußert sich nicht in einer abstrusen und die Sprache vergewaltigenden Schreibweise. Aber das steht auf einem anderen Blatt.

    1. Die Mischung macht’s, da bin ich voll bei dir! Mich würde interessieren, ob es nicht auch Coworking-Spaces täten. Dort hat man ja auch zwischenmenschliche Kontakte.. Was meinst du?

      PS: Gendern oder nicht ist immer eine Frage. Alle unsere Schreiberlinge machen das einfach so, wie sie mögen. Ich gendere manchmal. Aber ich bin bei dir, gendern ist nicht “schön” 😉

      1. Was sind denn “Coworking-Spaces”? 🙂
        Mir geht es nicht nur um reine zwischenmenschliche Kontakte. Sondern eher darum, was man landläufig unter “Teambildung” versteht. D.h., der direkte Kontakt zwischen Kollegen, mal schnell zwischendurch in der Kaffeeküche ein Problem erörtern, mal schnell zum Kollegen (oder zur Kollegin ;-)) und am Schreibtisch helfen – das stärkt neben dem Teamgeist auch die persönliche Anerkennung. Und man sieht mehr als nur die Kamerabilder oder einen geteilten Bildschirm – man kann da auch mal schnell selbst zur Maus greifen und am Rechner des Kollegen helfen. Zugegeben – das ist mir persönlich wichtig. Andere mögen das anders sehen – ich bin ja auch noch aus der Generation, in der die Identifizierung mit dem Arbeitgeber ganz wichtig und wertvoll ist (war?).

      2. Beim Coworking teilen sich die Mitarbeiter verschiedener Unternehmen einen Büroraum. Das ist kosteneffizienter, aber auch gut für Pendler 🙂

        Das stimmt! Wobei ich ein starker Gegner der Theorie bin, dass es Generationen gibt, die keine persönliche Interaktionen brauchen. Die braucht es meines Erachtens IMMER 😀

  2. Es setzt voraus, dass „digital first“ akzeptiert wird, vor allem als Form der Zusammenarbeit. Die Kommunikation muss digital einwandfrei funktionieren, sonst geht das nicht. Das ist IMHO auch eine Kulturfrage: Entweder wir sind in einer remotekultur oder nicht. Das Geheimnis liegt für mich hier: Menschen in einer echten Remotekultur arbeiten auch in Ko-Präsenz anders als Menschen, die in einer „stationären“ Arbeitskultur ticken und „im Moment“ remote unterwegs sind. Das wird noch zu selten bedacht 🤷‍♂️

  3. Ich glaube ganz fest an Remote als Arbeitsmodell. Das hängt aber auch damit zusammen, dass ich tatsächlich nur einen Laptop, Strom und WLAN brauche, um zu arbeiten. Für wie viele Arbeitnehmer trifft das zu?
    Rund um mich herum treffe ich aber auch viele Leute, die froh sind, können sie wieder ins Büro.
    Jedem so, wie er mag: Wichtig ist, dass Arbeitgeber und das Team um einem herum für alle Modelle offen sind und ich als Working Bee selbst entscheiden kann, welches Modell ich heute wähle. Insgesamt hat hier Corona aber einen unglaublichen Schub gegeben – das Argument, dass es aus IT-Gründen nicht möglich ist, Remote Office zu unterstützen, hat sich weitgehend erledigt.

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