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Drei Monate als Digital Nomad: Diese 5 Dinge habe ich gelernt

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Jetzt sind es schon bald drei Monate, dass wir auf Reisen sind. In dieser kurzen Zeit habe ich so viel Neues gelernt, wie vorher wahrscheinlich in einem Jahr. Besonders diese fünf Lektionen sind gut zu wissen für alle, die sich eine solche Auszeit auch überlegen.

Lektion #1: Du wirst planen. Viel planen.

Das hatte ich tatsächlich unterschätzt. Von «Wo arbeiten wir heute?» zu «Wann treffen sich unsere Zeitzonen für ein passendes Meeting?» bis zur Frage, wo’s als Nächstes hingeht. Alles zusätzlich zum normalen Planungsaufwand im Alltag. Das nervt manchmal! Andererseits merken wir, dass wir viel bewusster mit unserer Zeit umgehen, was mich zur zweiten Lektion führt.

Lektion #2: Du musst deine Zeiten blockieren.

Das hatte mir schon die Heike Burch als Tipp mitgegeben. Und ich hatte das auch gehört und geglaubt. Verstanden habe ich es erst, als wir unterwegs waren.

Wenn man «Digital Nomad» in die Bildersuche bei Google eintippt kommt eigentlich ein Sujet. Eine Person in der Hängematte am Strand, die auf ihrem Laptop tippt. Abgesehen davon, dass wir bisher noch nicht so viele Strände mit WiFi gefunden haben, wurden diese Bilder zu meinem Albtraum.

Wir definieren mittlerweile Fokuszeiten. Teilweise halbe, teilweise ganze Tage, die wir entweder dem Reisen und Entdecken oder dem Arbeiten zuweisen. Wenn wir arbeiten, wird hart gearbeitet. Wenn wir nicht arbeiten, werden auch keine Mails am Handy erledigt (ok, ich geb’s zu, nur fast keine).

Lektion #3: Du bist mehr offline, als du denkst.

Wenn man alle paar Wochen an einem neuen Ort ist, dann werden schon nur normale Spaziergänge zum Abenteuer. Oft geht da aber noch mehr. Wir sind aktuell in Costa Rica und könnten in jeder freien Minute River Rafting, Zip-Lining, Canyoning machen, wandern, eine Kaffee-Farm besuchen. Genauso fokussiert, wie wir arbeiten, reisen und geniessen wir auch fokussierter.

Auch wenn der Begriff «Digital Nomad» etwas anderes suggeriert, verbringen wir mehr Zeit offline. Natürlich auch, weil wir uns nicht überall ein Datenabo fürs Smartphone leisten. Aber vor allem auch, weil wir gemerkt haben, dass das die einzige Art ist, diese Reise zu geniessen. Work hard, play hard.

Lektion #4: Du bist nicht allein.

Besonders wenn man gerade in einem Hostel mit Gemeinschaftsküche lebt, ist es unglaublich einfach, andere Reisende kennenzulernen und auch andere Digital Nomads. Es gibt mittlerweile auch ganze Hotelketten, die sich auf Digital Nomads spezialisiert haben. Das prominenteste Beispiel ist dabei wohl die Selina-Hotelkette. Mit ihrem Colive-Angebot bezahlt man eine Monatsmiete und kann dann aber auch innerhalb dieses Monats den Standort wechseln. Ein Angebot, das natürlich total auf die Nachfrage der Zeit trifft. Zurzeit sind viele Selina-Hostels fast komplett ausgebucht.

Es formen sich auch wertvolle Online-Communities, wo man sich austauschen kann. Ich bin seit unserer Reise zum Beispiel regelmässig auf Digital Nomad World unterwegs. Eine Online-Community im Aufbau mit Meetups, lokalen Gruppen und vielen Tipps und Tricks zu Reisezielen oder allgemein das Leben als Digital Nomad.

Lektion #5: Es funktioniert.

Als wir diese Reise im Januar gestartet haben, hätte wohl «Experiment» besser gepasst als «Digital Nomads auf Weltreise». Wir hatten zwar alles gut vorbereitet, mit Bürokram, Wohnungsübergabe und so weiter. Wir hatten unseren Handgepäck-Rucksack gepackt. Mit im Gepäck waren aber auch Ängste. Reicht es finanziell? Kommen wir überhaupt weiter als 10km, trotz Corona? Können wir so arbeiten? Finden wir immer eine gute Route? Haben wir Spass dabei?

Jetzt, wo wir uns ein bisschen eingependelt haben in diesen Lebensstil, bleibt vor allem ein Learning: Es funktioniert.

Wer sich aktiv aufs Reisen vorbereitet und Lust hat auf ein Abenteuer, soll es tun. Es geht auch finanziell sehr gut auf, besonders wenn man bereit ist, auch mal 2-3 Wochen an einem Ort zu bleiben.

Es funktioniert auch, wenn man in Island im Schneesturm festsitzt. Wenn man in Budapest Corona bekommt. Wenn die Einreise in Nicaragua fast verweigert wird. Das Leben ist auch Zuhause ein Abenteuer. Und unterwegs kumuliert sich das. Aber was man gewinnt, ist am Ende echt gross.

Bonuslektion: Träumen ist einfacher als gehen

Wenn ich anderen erzähle, was wir gerade machen, kommt sehr häufig eine Antwort: «Hach, das wollte ich auch schon immer machen». In den letzten Wochen hat mich echt beschäftigt, wie viel diese Aussage auch von Personen gekommen ist, die eigentlich remote arbeiten und mit vergleichsweise kleinem Aufwand von überall antworten könnten.

Also möchte ich euch einfach ermutigen: Wenn ihr es wollt, wagt es. Und wenn ihr es wirklich wollt und keinen Remote-Job habt: Lernt WordPress und macht Webdesign von unterwegs 😉 Oder wie wir bei morntag gerne sagen: Machen ist wie wollen, nur krasser!

PS: Wenn du Tipps suchst oder Fragen hast, melde dich einfach in der Community oder auch bei mir. Du bist nicht alleine, auch nicht als Neuling.

PS zum zweiten: Wenn ihr unsere Reise verfolgen wollt, wir haben einen Blog: merkis.life

Über mich

  • Simea Merki

    Jeden Tag Menschen helfen, das zu sagen, was sie zu sagen haben. Mit Wirkung und Vision, trotzdem ressourcensparend. Ob es dabei um Websites, Webshops, Content Systeme, Texte oder auch Design geht, ist zweitrangig. Im Vordergrund stehst du und deine Vision. Mit massgeschneiderten und innovativen Ideen geben wir beim Familienunternehmen morntag unser Allerbestes, deine Message zu unterstützen.

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