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Dieser Beitrag ist Teil einer Serie über Raycast als Produktivitätshelfer. Heute: AI Commands.
Ich markiere einen Satz, drücke einen Hotkey – und die Übersetzung ist da. Kein Browser, kein Tab-Wechsel, kein Kopieren und Einfügen zwischen verschiedenen Apps. Das ist mein Alltag, seit ich Raycast AI Commands nutze. In diesem Beitrag zeige ich, was dahintersteckt und warum sich ein Blick darauf lohnt.
Was sind Raycast AI Commands?
Raycast ist ein Launcher für den Mac und Windows. Neben den klassischen Funktionen wie Apps öffnen oder Dateien finden, bietet Raycast sogenannte AI Commands: vordefinierte oder selbst erstellte Befehle, die künstliche Intelligenz nutzen, um Aufgaben direkt aus der Raycast-Oberfläche heraus zu erledigen.
Das Prinzip ist einfach: Du markierst einen Text, rufst einen AI Command auf, und Raycast liefert das Ergebnis – eine Übersetzung, eine Zusammenfassung, eine Umformulierung. Alles geschieht kontextbezogen, direkt auf dem ausgewählten Inhalt, ohne Umwege.
Raycast bringt über 30 eingebaute Commands mit. Von Textübersetzung über das Vereinfachen komplexer Absätze bis hin zu Code-Generierung ist vieles abgedeckt.
So nutze ich AI Commands im Alltag
Mein häufigster Anwendungsfall: Übersetzen. Ich arbeite regelmässig mit deutschen und englischen Texten. Früher hiess das: Text kopieren, DeepL oder Google Translate im Browser oder in der App öffnen, einfügen, Ergebnis kopieren, zurückwechseln, einfügen. Das funktioniert – ist aber umständlich.
Mit Raycast markiere ich den Satz, rufe den Übersetzungs-Command auf, und erhalte die Übersetzung sofort. Ein weiterer Klick, und der übersetzte Text ist eingefügt. Das spart nicht nur Zeit, sondern vor allem Konzentration. Ich bleibe im Fluss, statt zwischen Apps hin und her zu springen.
Neben Übersetzungen nutze ich AI Commands auch zum Zusammenfassen langer Texte und zum Umformulieren – etwa wenn ein Absatz einfacher oder formeller klingen soll. Das ist besonders praktisch beim Redigieren.

Apple, Microsoft und Google bauen diese kleinen Textdienste ja auch direkt in ihre Systeme und Apps ein – bei Apple ist es die Apple Intelligence. Mir fehlen da aber jeweils die Konfigurationsmöglichkeiten und ich würde den Prompts gerne einige eigene Regeln und ein bisschen Kontext geben. Und genau das geht in Raycast. Ich kann auch eigene Prompts erstellen, die mir die Systemanbieter vielleicht eben nicht zur Verfügung stellen.
Schauen wir also, wie du die AI Commands genau so einrichten kannst, wie du es willst.
Wähle dein Modell – oder nimm ein lokales
Zum einen kannst kannst du je Command wählen, welches KI-Modell zum Einsatz kommt. OpenAIs ChatGPT, Google Gemini, Anthropic Claude – alles verfügbar. Je nach Aufgabe und Vorliebe wählst du das passende Modell.
Noch spannender: Du kannst mit Ollama auch lokale Modelle installieren und nutzen. Das heisst: Deine Texte verlassen nie deinen Rechner. Für alle, die mit vertraulichen Inhalten arbeiten – und das betrifft viele im Publishing-Umfeld – ist das ein echtes Argument. Keine Cloud, keine Drittanbieter, volle Kontrolle.

Eigene Commands bauen und teilen
Die mitgelieferten Commands sind ein guter Start. Aber die eigentliche Stärke liegt darin, eigene Commands zu erstellen. Dabei stehen dir Variablen zur Verfügung: Du kannst zum Beispiel den Inhalt der Zwischenablage oder den gerade markierten Text automatisch in deinen Prompt einfliessen lassen.
Ein Beispiel: Ich habe einen Command gebaut, der markierten Text ins Englische übersetzt und gleichzeitig in einem bestimmten Tonfall formuliert – zugeschnitten auf unsere Blog-Kommunikation. Das geht in wenigen Minuten.
Wer nicht bei null anfangen will: Raycast bietet mit dem Prompt Explorer eine Community-Bibliothek mit fertigen Commands. Du kannst sie sofort installieren oder als Vorlage für eigene Kreationen nutzen. Bestehende Commands lassen sich ausserdem als JSON exportieren und importieren – praktisch, um Commands im Team zu teilen.

Auch mobil dabei
Was ich besonders cool finde: AI Commands stehen nicht nur auf dem Mac zur Verfügung, sondern auch auf dem iPhone und iPad. Derselbe Workflow, dieselben Commands – unterwegs. Ob ich in der S-Bahn eine Mail-Antwort übersetze oder einen Entwurf zusammenfasse: Die Commands sind immer dabei.
Fazit
Wer regelmässig zwischen Sprachen wechselt, Texte redigiert oder Inhalte in verschiedenen Formaten aufbereitet, findet in Raycast AI Commands einen schnellen, flexiblen Helfer. Kein App-Wechsel, freie Modellwahl, eigene Commands – und das alles mit einem Hotkey. Und nicht vergessen: AI Commands ist nur eine von vielen Funktionen von Raycast. Quasi eine Klinge des Schweizer Taschenmessers.
Im nächsten Beitrag dieser Serie zeige ich eine weitere Raycast-Funktion, die meinen Arbeitsalltag verändert hat. Bis dahin: Raycast ist kostenlos zum Ausprobieren – die AI-Features gibt es im Pro-Plan.
Über mich
Alle Beiträge ansehenIch bin ein Contentmacher. Ich nutze gerne WordPress und andere Tools, um Lerninhalte zu gestalten und online zugänglich zu machen. Besonders angetan bin ich vom Content-First-Ansatz. Daneben produziere ich aber auch Marketing-Content für verschiedene Kunden. Gerne mit AI-Unterstützung.










