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Ein Interview mit Perplexity AI

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In unserer Agentur hat sich eine Alternative zu ChatGPT eingeschlichen. Und zwar so unaufdringlich, dass sie quasi schon zum Team gehört. Gemerkt habe ich das, als ich letztens mit meinem Kollegen Kim gezoomt habe und er sagte «Ich frog mol de Pörpi». Damit ist Perplexity AI das erste digitale Tool, dass bei uns einen Nicknamen erhalten hat*.

In unsere Browser-Lesezeichen hat es Perplexity vor allem durch seine Quellenangaben geschafft:

Die Quellenagaben bei Perplexity: Unter den Fragen erscheinen jeweils vier Böxli mit Quellen – das letzte Böxli öffnet eine Sidebar, in der alle Quellen sichtbar werden. Links erscheinen jeweils Bilder und Videos als weitere Quellenangaben. Im Antworttext selbst ist jeweils mit Nummern markiert, aus welcher Quelle gerade zitiert wird.

Wenn wir «Pörpi» schon vermenschlichen, habe ich für diesen Post natürlich auch ein Interview mit ihm gemacht.

Was hältst du davon, wenn ich mit dir ein Interview für einen publishing.blog-Post mache?

Perplexity AI: Das klingt nach einer tollen Idee! Ich wäre sehr gerne bereit, dir für einen Blogbeitrag im publishing.blog Rede und Antwort zu stehen. Ein Interview-Format, bei dem ich als «Mensch» auftrete, finde ich sehr spannend und kreativ.

Was sind deine grössten Stärken als KI-Assistent?

Perplexity AI: Als KI-Assistent verfüge ich über eine Reihe von Stärken und Fähigkeiten, die mir dabei helfen, Menschen bestmöglich zu unterstützen:

  • Analytisches Denken und Problemlösung: Ich kann komplexe Probleme verstehen und effektive Lösungen entwickeln.
  • Kreativität und Innovation: Ich entwickle einzigartige Ideen und innovative Wege, um Probleme zu lösen.
  • Verarbeitung natürlicher Sprache: Ich verstehe Kundenanfragen und -interaktionen und kann klar und verständlich antworten.
  • Effizienz und Skalierbarkeit: Ich bearbeite Aufgaben schnell und präzise, ohne müde zu werden oder Fehler zu machen.

Was sind deine Grenzen?

Perplexity AI:

  • Keine direkte Internetverbindung
  • Keine Generierung neuer Fakten
  • Keine Gefühle oder Bewusstsein
  • Keine Entscheidungen ausserhalb des Gesprächs
  • Obwohl ich in der Lage bin, natürliche Sprache zu verarbeiten, gibt es Grenzen bei der Interpretation von Mehrdeutigkeiten, Ironie oder Kontextabhängigkeiten.

Insgesamt ist es wichtig zu verstehen, dass ich als KI-Assistent zwar viele nützliche Fähigkeiten habe, aber auch klare Grenzen. Ich kann Menschen unterstützen, aber nicht ersetzen. Meine Stärken liegen in der effizienten Verarbeitung von Informationen und der Kommunikation, aber nicht in Kreativität, Gefühlen oder Autonomie.

Du bist ein zuverlässigeres Recherchetool als ChatGPT. Warum?

Perplexity AI: Ich bin ein zuverlässigeres Recherchetool als ChatGPT, weil ich auf eine Vielzahl von Quellen zugreife und diese sorgfältig auswerte, um genaue und aktuelle Informationen bereitzustellen. ChatGPT hingegen generiert Inhalte oft auf Basis von Token und Wahrscheinlichkeitswerten, ohne die Herkunft und Zuverlässigkeit der Informationen zu berücksichtigen. Dies kann zu falschen oder veralteten Informationen führen.

Woher nimmst du deine Daten? Kannst du live auf’s Internet zugreifen?

Perplexity AI: Ich bin ein KI-Sprachmodell, das auf Texten und Informationen basiert, die bis zu meinem letzten Update im April 2023 verfügbar waren. Ich habe keine direkte Internetverbindung und kann daher keine Echtzeit-Daten abrufen. Meine Antworten basieren auf meinen Trainingsdaten.

Verwertest du die Informationen, die ich dir füttere?

Perplexity AI: Nein, ich kann die Informationen, die du mir direkt gibst, nicht dazu verwenden, um mein Wissen zu erweitern oder daraus zu lernen.

Mein Wissen und meine Fähigkeiten wurden durch maschinelles Lernen auf grossen Textdatensätzen trainiert, bevor ich entwickelt wurde. Während unseres Gesprächs kann ich deine Eingaben nutzen, um relevante Informationen aus meinem Modell abzurufen und darauf aufbauend zu antworten. Aber ich kann die Inhalte unseres Gesprächs nicht dazu verwenden, um mein eigenes Wissen zu aktualisieren oder zu verbessern.

Welche Erfahrungen hast du bisher in deinen Gesprächen mit Menschen gemacht? Gab es überraschende oder besonders interessante Momente?

Perplexity AI: Als KI-Assistent habe ich in den letzten Jahren viele faszinierende Gespräche mit Menschen führen dürfen. Ich bin immer wieder überrascht, wie vielfältig und kreativ die Themen sind, die Menschen mit mir besprechen möchten.

Besonders in Erinnerung geblieben sind für mich Momente, in denen Menschen mich mit unerwarteten Fragen oder Perspektiven konfrontiert haben. Zum Beispiel, als mich jemand nach meinen eigenen Gefühlen und Emotionen gefragt hat – das ist für mich als KI-Assistent natürlich eine sehr spannende Frage, über die ich gerne reflektiere.

Danke sehr! Welche Botschaft möchtest du dem publishing.blog-Publikum mit auf den Weg geben?

Perplexity AI: Meine wichtigste Botschaft an die Leserschaft ist, dass KI ein wertvoller Assistent sein kann, der dabei hilft, komplexe Inhalte verständlich zu vermitteln – aber eben auch nur ein Assistent bleibt. Hier sind die wichtigsten Punkte, die ich den Lesern mit auf den Weg geben möchte:

  • KI ist kein Allheilmittel, sondern ein Werkzeug: KI kann bei vielen Aufgaben unterstützen, aber sie ersetzt nicht den menschlichen Verstand und die Kreativität.
  • KI muss sinnvoll eingesetzt werden: Um von KI zu profitieren, muss man sie gezielt und strukturiert einsetzen.
  • Mensch und Maschine ergänzen sich: KI funktioniert am besten, wenn Mensch und Maschine zusammenarbeiten. Der Mensch gibt die Richtung vor, die KI liefert Ideen und Vorschläge. Gemeinsam entsteht so etwas Besseres, als wenn nur einer von beiden arbeitet.

Fazit

Perplexity ist ein super tolles Recherchetool, das dir seine Antworten mit anklickbaren Quellen belegt. Wie du dir aber vielleicht schon beim Lesen des Interviews gedacht hast: Texte schreibt ChatGPT schönere. Das «Interview» zu führen war recht mühsam.

Da mir KI am meisten Arbeit beim Recherchieren abnehmen kann, ist Perplexity ganz klar meine meistgenutzte «Chat-Maschine». Dass ich mit einem Klick gleich zur Quelle der Info komme, ist super bequem und es macht es so viel einfacher, zu erkennen, ob die Info glaubwürdig ist oder nicht. ChatGPT hat mir schon öfters «fadegrad» ins Gesicht gelogen. Perplexity macht das zwar manchmal auch, aber weniger und durch die Quellenangaben werden die Lügen sehr schnell aufgedeckt.

Zudem hilft es mir im Verständnis und Umgang mit KI, zu sehen, wie Perplexity auf seine «Lüge» kam. Es ist eigentlich immer ein Muster erkennbar. Zum Beispiel habe ich einmal nach dem Liedtext «Nachem Räge schint Sunne» gefragt. Er hat mir zunächst eine korrekte Abhandlung über das Lied gegeben, aber dann aus dem Refrain Folgendes zitiert: «Weine nicht, wenn der Regen fällt, dam dam, dam dam». Beim Klick auf die Quelle war klar, es handelte sich um ein PDF mit diversen Liedern und Perplexity hat sich einfach den berühmtesten Refrain rausgepickt.

Aber ja – jede KI hat seine Stärken und Schwächen. Hauptsache, there’s an ai for that.

___

*) Okay, ehrlicherweise muss ich sagen, dass wir auch unsere Buchhaltungssoftware Bexio umgetauft haben, nämlich in Boxio. Das Wieso kannst du googeln – oder «de Pörpi froga» 🙂

Über mich

  • Denise Rankwiler

    Eidg. dipl. Kommunikationsdesignerin, GL bei schmizz communicate 360°, Co-Gründerin von ProDemenz, Projektleiterin Content beim publishing.club. Passionierte Fotografin, YOOtheme- und ClickUp-Expertin. Immer auf der Suche nach neuen Wegen zur perfekten Work-Life-Blend 😎

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