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So einfach funktionieren bellende Hunde (oder wie du mit verbalen Angriffen umgehst)

«Jetzt habe ich das, was hier im Unterricht so naheliegend schien, bei mir im Betrieb eingebracht. Die Reaktion einer sonst angesehenen Person war aber heftig! Verbale Angriffe, überhaupt nicht zielführend» – hat mir kürzlich eine frustrierte Studentin berichtet.
Das erlebe ich als Querdenker und Innovator auch regelmässig. Und es schmerzt (und/oder verletzt) mich auch noch nach 20 Jahren. Zwar ist die Heilungsphase bedeutend kürzer geworden. Aber es entmutigt und blockiert.

Zwei Erklärungen für beissende Hunde

Nummer 1: Zuerst musst du Wollen wollen

Dieser tolle Ausspruch ist von Gunter Dueck. Man merkt dabei seinen philosophischen Background (nebst Mathematik), denn es bringt die Problematik exakt auf den Punkt. Innovation beginnt bei mir. Wenn ich nicht will, sind andere Meinungen reine Gefahren. Und wie begegneten unsere Vorfahren reellen Gefahren? Mit Gegenangriff – et voilà.

Nummer 2: Nur wer den Ball hat, wird angegriffen

Es ist doch so beim Fussball: Angegriffen wird, wer den Ball hat, also das Spiel macht. Leider gibt es gerade in Change-Prozessen immer wieder Leute, die davon ausgehen, ihre Realität sei allgemeingültig. Und ihr Wissen sei objektiv. Bis sie merken, dass da ein anderer Mitspieler in Ballbesitz ist. Und dann pfeifen sie zum Angriff.

1 oder 2?

Unsere Aufgabe ist nun, nicht zum Gegenangriff zu blasen. Wenn es mein Adrenalinausstoss zulässt, versuche ich herauszufinden, ob «Nummer 1» oder «Nummer 2» zum Angriff geführt hat. Danach reagiere ich entsprechend.
Wenn ich mich zuerst sammeln muss, trotzdem aber eine Reaktion erwartet wird, mache ich einen Trick, den die kleinen Kinder perfekt beherrschen: Ich begegne jeder Frage/jedem Angriff mit «warum?». Und zwar so lange, bis sich die Wellen legen und das Gegenüber sich selber beweist, dass das nun alles wirklich nichts bringt. Tönt banal, funktioniert aber immer. Und in der zweiten Phase versuche ich dann auch wieder die Zuordnung zu «Nummer 1» oder «Nummer 2».

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Haeme Ulrich

Ich bin Business Leadership Coach und konzentriere mich auf Verlage und Agenturen. Ich habe Hunderte von Verlagen und Agenturen weltweit betreut und ihnen geholfen, ihre Prozesse zu optimieren und eine blühende Kultur zu etablieren. Ich bin ein versierter Redner, spreche auf Bühnen mit mehr als 5000 Zuhörern sowie vor Hochschul- und Fachpublikum. Mein Stil ist authentisch, ehrlich und direkt, wobei dein Erfolg immer im Vordergrund steht. Ich lege mehr Wert darauf, meinen Kunden beim Aufbau langfristiger, nachhaltiger Geschäfte zu helfen, als nur auf kurzfristige Gewinne zu achten.
haeme@morntag.com
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Diskussion

3 Antworten

  1. Veränderung ist sicher gut und nötig. Leider wird aber auch viel und oft verändert/umgestellt von Leuten wo von der Materie keine Ahnung haben. Der neue Manager oder Berater muss schnell etwas ändern, scheint er dadurch doch innovativ und dynamisch und ist sein Geld wert. Und nach 10 Monaten wird dann in die Gegenrichtung geändert. Änderung um der Änderungs willen. Das alte Rad wird aber nicht besser wenn es neu 100 Ecken hat.

    1. Da gebe ich dir zu 100% recht! Das ist auch ein Problem, weil grössere Firmen keine eigentlichen Besitzer mehr haben, die in Verantwortung gezogen werden. Somit können solche Change Management Fritzen alles auf den Kopf stellen und dann abhauen. Das würde ein Besitzer nie tun. Das ist mit ein Grund, dass ich immer sage, dass alle Mitarbeiter auch Mitbesitzer sein müssen. Ein Modell, das zum Glück heute immer mehr besprochen wird. Eigentlich auch gar nicht so neu, wenn man die Genossenschaft als Firmenform in Betracht zieht. Mitarbeiter wären Genossenschafter.

  2. Meistens ist es auch die Angst vor Veränderungen. Veränderungen bergen immer die Gefahr vor etwas Neuem. Und das macht vielen Menschen Angst.

    Leider!

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