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Geflippte Meetings

Sie kennen die Situation: Sie sitzen in einem Meeting oder in einer Präsentation. Der Beamer glüht und vorne findet ein Folienwirbel nach dem anderen statt. Der Referent hatte vorher noch die Güte, die ausgedruckten Folien gut sichtbar auf einen Stapel neben den Beamer zu legen – “ich werde Ihnen nachher dann die Präsentation noch als Handout mitgeben”.

Prima. Da sitzen Sie also und versuchen, der Präsentation zu folgen. Sie ist gar nicht so schlecht, regt sogar an. Sie möchten Notizen machen, am liebsten grad im Kontext der Folie. Sie schielen zum unerreichbaren Folienstapel hinüber. Sie schreiben also auf ihren Notizblock oder auf ihr Tablet, um welche Folie es sich handelt und … und … was war nochmal Ihr Gedanke gewesen? Aha, vorne gehts weiter. Naja, vielleicht kommts Ihnen ja wieder in den Sinn.

So und ähnlich läuft das im Unterricht auch ab. Der Dozent doziert, der Lernende lernt. Oder sagen wir mal: er versucht, dem Lehrenden zu folgen und seine Gedanken einigermassen mit dem vorne Dargebotenen in Einklang zu bringen.

Wäre es da nicht besser, wir wären bei jeder Sitzung oder in jeder Unterrichtslektion mit den Inhalten schon vertraut? Wir hätten die Folien schon vorher gekriegt? Gedruckt oder (für mich) noch besser digital? Wir hätten die Folien schon gesichtet, die Texte schon gelesen, die Statistiken schon studiert? Wir hätten schon eine innere Vorstellung vom Gebotenen, hätten schon eigenen Kontext? Wüssten schon, wo wir ganz genau hinhören und vielleicht noch Fragen stellen möchten? Hätten schon Diskussionspunkte im Kopf? Sicherlich würden wir uns bei der Präsentation selbst dann langweilen. Aber der Dozierende könnte sich dann ja auch kurz fassen, sich aufs Wesentliche konzentrieren. Zeit für Fragen, Meinungen, Diskussionen lassen.

Willkommen im Flipped Classroom. Oder für die Business-Menschen in uns: im Flipped Meeting.

Unterlagen werden in Form von Texten, Slides oder kurzen Video- und Audiosequenzen schon vorher abgegeben. Die Sitzungsteilnehmer MÜSSEN sich damit schon vorher beschäftigen. Im Meeting selbst wird nicht mehr dargeboten, sondern weiter gearbeitet. Es werden Fragen geklärt, Ideen aufgenommen, Diskussionen geführt. Die Nachbereitung erfolgt ebenfalls über den Verteiler.

Für mich persönlich wäre diese Form von Meeting wesentlich produktiver. Und während ich hier öffentlich mehr (aus)geflippte Meetings wünsche, muss ich mich gleichzeitig an der Nase nehmen – denn zu oft renne ich auf den letzten Drücker in ein Meeting und improvisiere meine Präsentation auf Basis einiger vorher noch kurz zusammengewürfelter Folien. Die Handouts lege ich ausgedruckt gut sichtbar vorne neben den Beamer…

Folgen wir zum Abschluss doch noch kurz Dejan Mihajlović und seinen Gedanken:

https://www.facebook.com/dejan.mehighlowwhich/posts/10209640763475134

#Working #FlippedClassroom #FlippedMeetings #NeuesLehren

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