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Für mich ist klar: Das ist das Ende der App-Stores und die Demokratisierung des App-Marktes

App ohne Stores vertreiben? Direkt mit dem Web CMS – zum Beispiel WordPress – erstellen? Funktionell gleich wie die mobile Website? Aber soll auch offline laufen, GPS nutzen und bei geschlossenem Browser Push-Nachrichten empfangen können? Yep, geht. Mit PWA’s (Progressive Web Apps). Eine coole Idee von den Google Chrome-Entwicklern, als öffentlicher Standard freigegeben.

Android OK, Apple will aufholen

Unter Android laufen solche Apps wie «normale» hybride oder native Apps. Apple sperrt sich aktuell noch, die sogenannten «Service Workers» zu unterstützen, siehe dazu die Tabelle von Goodbarber.  Doch auch Apple verrät unter hervorgehobener Hand, dass den PWA’s die Zukunft gehört. Vermutlich soll halt die «Cash Cow» App Store so lange wie möglich gemolken werden.

Wenn du wissen willst, wie sich eine PWA «anfühlt», so installiere Twitter über mobile.twitter.com (Android, weil Apple eben noch nachlegen muss). Einfach die Website laden und schon wird die App installiert.

Warten auf Apple?

Nein, ja nicht. Denn der Witz an Progressive Web Apps ist genau, dass sie eben progressiv sind. Im Fall der Web-Entwicklung also rückwärtskompatibel. Das heisst, es läuft halt einfach, was läuft. Bei Apple bis jetzt keine Service Workers, der Rest tut.

PWA’s mit WordPress erstellen

Es gibt bereits ein paar WordPress-Plugins, welche sich um die Erstellung progressiver Web Apps kümmern. Eines davon ist aus der Schweiz, genauer gesagt aus meiner Region! Von Nico Martin. Mit ihm mache ich diese Woche noch ein Video-Interview. Überhaupt will ich jetzt regelmässig über den Stand der PWA’s berichten. Denn für mich ist klar: Das ist (zum Glück) das Ende der App-Stores und die Demokratisierung des App-Marktes. Disruption in Reinkultur.

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Diskussion

8 Antworten

  1. Das klingt alles superspannend! Ich werde es im Auge behalten wie sich das weiterentwickelt, grundsätzlich natürlich klasse dass ich keinen Store mehr brauche. Der Sicherheitsaspekt ist natürlich wichtig!

  2. …und damit haben wir Sicherheitslücken wie Scheunentore.
    Es sei denn, die Plattform, auf welcher die übermittelten Code-Segmente laufen sei sehr gut abgeschottet.

    1. Lieber Max, siehe meine Antwort unten. Ich glaube, wir haben nicht mehr Sicherheitslücken, als bei den Stores, wie sie qualitativ in letzter Zeit von Apple und Google angeboten werden. Insofern: Der User ist und bleibt die Sicherheitslücke. Wir müssen ihn aufklären, dass nicht einfach jedem Service Worker so mal der Zugriff auf die Hardware gegeben werden soll. Aber wie gesagt: Es geht um JavaScript, nicht nativen Code, was meinem Wissenstand nach die Sache etwas entschärft.
      Und: PWA’s setzen HTTPS voraus, sonst geht der Spass gar nicht erst.

  3. Wer zertifiziert – um kontrollieren zu vermeiden – die so erstellten Apps, um ihre Tauglichkeit zu bestätigen? Alle Tore – gute wie auch schlechte – stehen dann offen. Diese Frage muss jeder dann für sich stellen

    1. Sehe ich auch als einen Nachteil nebst den unendlich vielen Vorteilen. Doch es geht ja bei PWA’s ausschliesslich um JavaScripts, nicht um kompilierten Programmcode wie bei den herkömmlichen Apps. Also genau die gleiche Gefahr wie beim Surfen. Zudem verlangt ein PWA nach Zugriffen wie jede Website (GPS…).
      Dazu kommt, dass im Play Store ja auch viel Spam verschleudert wird und auch Apple die Security bei seinen Betriebssystemen überhaupt nicht mehr im Griff hat.

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