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Google Lookout: So kann KI eine Brücke schlagen zur Barrierefreiheit

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Das grosse Problem der Barrierefreiheit sind eigentlich unstrukturierte Daten. Klar, das ist stark vereinfacht, aber es ist im Grunde schon so. Alles, was nicht in einer Tabelle, einer Datenbank oder in klar strukturierter Form vorliegt, ist deutlich schwieriger barrierefrei zu gestalten.

Die grosse Stärke von künstlicher Intelligenz (oder auch Machine Learning): Die Umwandlung von unstrukturierten Daten in strukturierte Daten!

Das klingt hervorragend, ist aber auch wirklich eine gute Nachricht! Die Use Cases sind vielzählig, hier ein paar Ideen (Eine umfangreiche Liste gibt’s hier):

  • KI-gestütztes Echtzeit-Untertiteln kann Menschen mit Hörbehinderungen helfen, an öffentlichen Veranstaltungen teilzunehmen, Fernsehsendungen zu sehen und Videos anzusehen. KI-gestützte Untertitel können auch für Menschen mit Sprachbehinderungen hilfreich sein, die Schwierigkeiten haben, Sprache zu verstehen.
  • KI-basierte Spracherkennung kann Menschen mit Behinderungen helfen, mit Technologie zu interagieren. Zum Beispiel können Menschen mit Lähmung oder anderen körperlichen Beeinträchtigungen KI-basierte Spracherkennung verwenden, um Computer zu steuern oder Geräte zu bedienen.
  • KI-gestützte Übersetzung kann Menschen mit Behinderungen helfen, Sprachen zu verstehen und zu kommunizieren. Menschen können etwa mit Hörbehinderungen KI-gestützte Übersetzung verwenden, um Telefongespräche zu führen oder Fernsehsendungen und Filme zu sehen. Dabei müssen wir nicht nur an verschiedene Sprachen denken, sondern auch an die Übersetzung von «normaler» Sprache in leichte Sprache. Das ermöglicht Zugang, auch für Nicht-Muttersprachler oder geistig Beeinträchtigte.
  • KI-gestützte Bilderkennung kann Menschen mit Behinderungen helfen, Informationen zu erfassen und zu verstehen. Zum Beispiel können Menschen mit Sehbehinderungen KI-gestützte Bilderkennung verwenden, um Texte zu lesen oder Objekte zu identifizieren.

KI für Barrierefreiheit: Google Lookout

Ein Beispiel für diese Tools im Alltag ist Google Lookout. Die App gibt es schon eine Weile, aber jetzt gibt es ein grosses KI-Update. Es werden sechs zentrale Funktionen angeboten:

  • Bilder: Die Lookout-App sagt dir, was auf einem Bild zu sehen ist. Du kannst auch Fragen zu Bildern stellen, z. B. “Was ist das?” oder “Wo ist das?”. Also eigentlich eine gesprächsbasierte KI, um noch mehr Informationen über ein Bild zu erhalten.
  • Text: Die Lookout-App liest dir Text vor, den du siehst. Das ist hilfreich, wenn du den Text nicht selbst lesen kannst, z. B. wenn er zu klein ist oder in einer anderen Sprache ist.
  • Lebensmittel-Labels: Die Lookout-App erkennt verpackte Lebensmittel anhand des Etiketts. Das ist hilfreich, wenn du die Nährwerte eines Lebensmittels überprüfen möchtest oder wenn du allergisch gegen bestimmte Zutaten bist.
  • Dokumente: Die Lookout-App erfasst eine ganze Seite gedruckten oder handschriftlichen Texts. Das ist hilfreich, wenn du einen Brief oder ein Dokument lesen musst, den du nicht selbst lesen kannst.
  • Währung: Die Lookout-App identifiziert Geldscheine in den Währungen US-Dollar, Euro und Indische Rupien. Das ist hilfreich, wenn du die Währung einer Banknote überprüfen möchtest oder wenn du mit einer Fremdwährung bezahlen möchtest.
  • Erkunden (derzeit in Beta): Die Lookout-App liefert dir Informationen über deine Umgebung. Dazu werden Objekte und Personen identifiziert und Schilder vorgelesen. Das ist hilfreich, wenn du dich an einem neuen Ort befindest oder wenn du Schwierigkeiten hast, deine Umgebung zu sehen.

Wird Barrierefreiheit also einfacher?

Ich glaube, die einfache Antwort ist: «Ja»!

Die längere und allgemeingültigere Antwort ist wahrscheinlich eher; «Ja, aber es braucht Zeit». Ich bin ziemlich sicher, dass KI-Systeme schon heute besser in der Barrierefreiheit sind als Menschen, weil sie sehr gründlich sind. So hat JEDES Bild einen Alternativtext und nicht nur manchmal. Es gibt keine Tippfehler und Computer mögen strukturierte Daten.

Das sind die perfekten Voraussetzungen für eine saubere Barrierefreiheit!

Ich bin gespannt, wie wir in 1–2 Jahren über das Thema Barrierefreiheit und KI nachdenken. Aber ich denke, es könnte sein, dass wir weniger darüber nachdenken. Nicht, weil es weniger wichtig wird, im Gegenteil; Weil es zum Standard geworden ist, automatisch.

Über mich

  • Simea Merki

    Jeden Tag Menschen helfen, das zu sagen, was sie zu sagen haben. Mit Wirkung und Vision, trotzdem ressourcensparend. Ob es dabei um Websites, Webshops, Content Systeme, Texte oder auch Design geht, ist zweitrangig. Im Vordergrund stehst du und deine Vision. Mit massgeschneiderten und innovativen Ideen geben wir beim Familienunternehmen morntag unser Allerbestes, deine Message zu unterstützen.

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Diskussion

4 Antworten

  1. Das sind wirklich großartige Perspektiven! KI so sinnvoll eingesetzt, versöhnt bestimmt viele Skeptiker*innen oder macht zumindest deutlich, dass auch KI sehr differenziert betrachtet werden muss. Vielen Dank für diesen Ausblick!

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