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Haemes Senf: CreativeSync macht Apps zum Ökosystem

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Die Adobe MAX ist am Laufen. Adobes Hausmesse, an der man neue Versionen, neue Ideen, neue Visionen präsentiert. Neuerungen will ich hier nicht auflisten – das macht Adobe selber, zum Beispiel in der offiziellen Pressemitteilung (Deutsch). Vielmehr will ich ein paar Gedanken zum Vorgestellten mit euch teilen!

Adobe bringt sehr viele Apps für Mobilgeräte. Nicht wenige verschwinden wieder oder fliessen als Technologien in neue Apps. Was hingegen bleibt, ist die Verbindung zwischen den Apps (und den Desktop-Programmen): Adobes CreativeSync. CreativeSync macht Adobe einmalig. Einzelne Werkzeuge werden über diese Cloud-Technologie zu einem kompletten Ökosystem verbunden. Dabei ist die Verbindung nicht auf Adobe-Produkte beschränkt, über das Creative SDK können auch Dritthersteller ihre Apps ins System einklinken. So werden Silos zu integrierten Werkzeugkästen, clever gemacht!

Adobe wird richtig agil

Mir gefällt Adobes Marschrichtung. Die Basistechnologie bleibt mit CreativeSync und den angestammten Desktop-Produkten (wie InDesign, Photoshop) bestehen, während ringsherum viel probiert und getestet wird. Was nicht passt, verschwindet, um nicht unnötig Ressourcen zu blockieren. Eine Kultur, wie wir sie eigentlich eher von Google kennen – eine Kultur, wo richtige Innovationen losgetreten werden können.

So testet Adobe fleissig an der Nutzung von Touch-Geräten (Tablets, Smartphones) für die Kreativ-Arbeit. Während Adobe Comp vor längerer Zeit den Start einer Touch-Layout-App gemacht hat, hat Adobe heute die Touch-Oberfläche für Illustrator und InDesign angekündigt. Über einfache Gesten können superschnell Elemente aufgezogen werden. Ich glaube, dass hier Touch-Geräte zum ersten Mal fürs Publishing richtig produktiv geworden sind. Schade, dass wir uns auf der Apple-Plattform mit iPad Pro begnügen müssen (wo natürlich kein InDesign läuft). Apple, wo bleiben die Touch-Monitore in den MacBooks? Microsoft macht es doch vor…

Muse wird responsiv

Adobe Muse ist wie InDesign, aber für Websites. Die Bedienung ist genial einfach, hingegen finde ich den Workflow, HTML zu exportieren und hochzuladen in Zeiten von ausgewachsenen Web-CMS eher holprig. Heute hat das Muse-Team aber richtig überrascht: Responsives Design ohne Coding! Breakpoints setzen – neues Design, nächsten Breakpoint setzen – neues Design. Wenn ich das zu Ende denke, so wäre Muse ein geniales Layoutwerkzeug für die neue DPS – wer weiss…

Es gäbe noch viel zu berichten. Das werde ich auch tun – in künftigen Blogposts.

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Haeme Ulrich

Ich bin Business Leadership Coach und konzentriere mich auf Verlage und Agenturen. Ich habe Hunderte von Verlagen und Agenturen weltweit betreut und ihnen geholfen, ihre Prozesse zu optimieren und eine blühende Kultur zu etablieren. Ich bin ein versierter Redner, spreche auf Bühnen mit mehr als 5000 Zuhörern sowie vor Hochschul- und Fachpublikum. Mein Stil ist authentisch, ehrlich und direkt, wobei dein Erfolg immer im Vordergrund steht. Ich lege mehr Wert darauf, meinen Kunden beim Aufbau langfristiger, nachhaltiger Geschäfte zu helfen, als nur auf kurzfristige Gewinne zu achten.
haeme@morntag.com
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Diskussion

2 Antworten

  1. …dass wir uns auf der Apple-Plattform mit iPad Pro begnügen müssen…

    Also ich arbeite als Mausersatz seit Jahren mit dem Magic Trackpad sowie den Pendants an den mobilen Macs und frage mich eher, warum Adobe hier bislang die Visionen fehlten.
    Mal abgesehen von den (überwiegenden) “Gimmicks” der Multitouch-Gesten, die Apple systemseitig und z.B. in Photos implementiert hat, weshalb wurde nicht weitergereicht, dass Firmen wie Adobe unter Verwendung deren Programme diese Steuerungen nicht nur übernehmen sondern sogar zweckentfremdend überarbeiten und erweitern können?

    Oder dass seitens Apple jegliche Touch-Geräte (iPod/iPhone/iPad) via Kabel mit Mac OS X gekoppelt unter unmittelbarer Reaktion auf den Anwender als Eingabegeräte eingesetzt werden können? Mir fallen da zig Verwendungszwecke (von Dock, Schnellzugrifftasten, Werkzeugauswahl bis hin zur Farbpalette) ein – für Cupertino höchstwahrscheinlich einfach zu Pro und eindeutig zu wenig Konsum.

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