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Mit dem letzten macOS-Update hat Apple eine Funktion eingeführt, die ich zuerst ehrlich gesagt gar nicht bemerkt hatte – bis ich sie aus Versehen aktivierte. Edge Light heisst das Ding. Und es verwandelt den Bildschirmrand meines Macs in eine virtuelle Ringlichterquelle für Videokonferenzen.

Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. Und clever: Der Bildschirm leuchtet an den Rändern und beleuchtet mein Gesicht gleichmässig – gerade in dunklen Räumen ein echter Unterschied. Die MacBook-Kamera erkennt mein Gesicht und passt die Beleuchtung automatisch an.
Apple-Magie
Die Aktivierung ist simpel: Wenn man in einem Webcall ist und die Kamera nutzt, dann erscheint in der Menu-Leiste ja eine Schaltfläche, in der man diverse Kamera-Optionen aufrufen kann. Bisher konnte man da zum Beispiel das Porträtlicht einschalten, welches rein digital das Gesicht aufhellt. Oder man kann den Hintergrund digital weichzeichnen oder ganz ersetzen.
Neu kann man hier nun auch das Kantenlicht einschalten. Ohne weiteres Zutun regelt der Mac alles automatisch: Position, Helligkeit und Farbtemperatur werden der Situation angepasst. Wenn es im Raum hell genug ist, dann wird das Licht schon gar nicht aktiviert.

Übrigens: das Licht verdeckt naturgemäss einen Teil des Bildschirms. Wenn ich mit der Maus aber über einen verdeckten Bereich fahre, dann werde ich buchstäblich “hinters Licht geführt” und sehe, was sich dahinter verbirgt. Etwa Ordner oder Dateien auf dem Schreibtisch.
Manuelle Einstellungen
Wenn man will, kann mann auch manuell eingreifen. Dann nutzt man einen Schieberegler für Helligkeit und Farbtemperatur. Ich kann also einstellen, ob ich kühles oder warmes Licht möchte – je nach Tageszeit und Stimmung.
Wenn man mehre Monitore angeschlossen hat, kann es mitunter etwas tricky sein, um das Licht auf den richtigen Monitor zu bugsieren. Normalerweise ist das Licht da, wo das Webcall-Fenster ist. Und dieses platziere ich ja typischerweise auf jenem Montor, wo auch die Kamera ist.
Bei einigen Apps funktioniert das das aber noch nicht. In Ecamm Live zum Beispiel wollte mir der Setup nicht so einfach gelingen. Dann kann es helfen, wenn man in den Systemeinstellungen jenen Monitor als Hauptdisplay auswählt, auf dem das Licht erscheinen soll.
Schnell, praktisch – und immer dabei
Ich habe auf meinem Schreibtisch zwei Elgato Key Lights stehen. Die sind gut, keine Frage. Aber ich brauche sie ehrlich gesagt nicht mehr allzu oft. Das Edge Light ist einfach immer da. Ein Klick, fertig. Kein Setup, kein Kabelsalat, keine zusätzliche Hardware.
Für kurze Calls oder spontane Meetings reicht mir das Kantenlicht völlig. Es ist nicht perfekt – bei professionellen Aufnahmen würde ich weiterhin auf externe Beleuchtung setzen. Aber für den Alltag? Mehr als ausreichend.
Und ehrlich: Es macht auch ein bisschen Spass, wenn der Bildschirm plötzlich leuchtet und das Gesicht ins rechte Licht rückt. Ein kleines Detail, das den Unterschied macht.
Edge Light benötigt einen Mac mit Silicon-Chip mit macOS Tahoe 26.2 oder höher. Die Automatik funktioniert auf neueren Macs ab 2024. Edge Light funktioniert auch mit der Continuity Cam.

Über mich
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Ein Kommentar
«… bis ich sie aus Versehen aktivierte.» hahaha ich bin froh ging es nicht nur mir so 😂 aber bin voll bei dir: Cooles Feature!