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InDesign-Broschüre im Browser, Stolpersteine auch

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Schon länger gibt es in Adobe InDesign den Service “Publish Online”. Damit lassen sich InDesign-Dokumente in einer Art Blätterkatalog online auf einem Adobe-Server publizieren. Ein tolles Angebot, doch aktuell noch mit ein paar Stolpersteinen versehen.

Publish Online Adobe InDesign
“Publish Online” in Adobe InDesign.

Fantastische Autobroschüre im Browser

Genau diesen Service nutzt auch Ford auf ford.de (auf “Broschüren” klicken). Eine 99 Seiten starke Broschüre lässt sich so im Browser durchblättern. Super schön gemacht, es macht richtig Spass, sich so zu informieren.

Publish Online Adobe InDesign
Im Browser publizierte Broschüre.

In der Broschüre gibt es aktuell noch ein Problem mit eingebetteten YouTube-Videos. Videos können zwar in einem Pop-up gestartet werden. Das Pop-up lässt sich auch schliessen. Doch beim Schliessen läuft das YouTube-Video im Hintergrund weiter.

Genau so wurde das Problem in einem Forum geschildert. In der Hoffnung, dass ein “InDesign Geek” den nicht geklickten Knopf aufzeigt, welcher das eingebettete Video zum Stoppen bringt. Weit gefehlt, als Antwort kam eine nächste Herausforderung: der Datenschutz.

Mit dem Laden der online publizierten Seiten werden auch die eingebetteten YouTube-Videos geladen. Somit kommen Daten nicht nur vom Adobe-Server, YouTube-Videos werden ohne Einwilligung vom Google-Server geholt. Google zeichnet dabei Daten auf. Ohne Nachfrage ist dies gemäss der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung der EU) nicht gestattet.

Workaround als Tipp

Auf die Schnelle gibt es weder für den das Stoppen der Videos noch für den Datenschutz eine Lösung (“Publish Online” erlaubt keine Cookie-Blocker). Im Gegenteil, es gesellt sich eine weitere Herausforderung hinzu. InDesign kann YouTube-Videos nur über die unsichere http-Verbindung einbetten, https geht noch nicht.

Publish Online Adobe InDesign

Als Workaround wird empfohlen, das Video über einen Link zu YouTube aufzurufen, welcher das YouTube-Video in einem neuen Browser-Tab öffnet. Dadurch greifen die User bewusst auf den Google-Server zu und Videos können natürlich auch gestoppt werden. Hübsch ist dies nicht, es führt die User aus der Broschüre weg zu YouTube. Mit der Gefahr, dass sie dort verbleiben und weitere Videos gucken, statt sich mit Ford-Technologie zu beschäftigen.

Kann ja sein

Falls jemand hier in der Community eine bessere Lösung als den oben beschriebenen Workaround kennt, bitte nichts wie in den Kommentar hauen! Vermutlich jedoch bleibt es dabei: Adobe muss bei InDesign nachbessern.

Über mich

  • Haeme Ulrich

    Ich bin Business Leadership Coach und konzentriere mich auf Verlage und Agenturen. Ich habe Hunderte von Verlagen und Agenturen weltweit betreut und ihnen geholfen, ihre Prozesse zu optimieren und eine blühende Kultur zu etablieren. Ich bin ein versierter Redner, spreche auf Bühnen mit mehr als 5000 Zuhörern sowie vor Hochschul- und Fachpublikum. Mein Stil ist authentisch, ehrlich und direkt, wobei dein Erfolg immer im Vordergrund steht. Ich lege mehr Wert darauf, meinen Kunden beim Aufbau langfristiger, nachhaltiger Geschäfte zu helfen, als nur auf kurzfristige Gewinne zu achten.

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Diskussion

2 Responses

  1. Datenschutz:
    Ich hatte in den Jahresbericht für einen Kunden, deren Imagevideo eingebettet, das verlinkt auf den Webseitenserver, wo das Video hinterlegt ist. Klar will man als großes Unternehmen seine Klickzahlen bei Youtube erhöhen, aber wenn der Datenschutz wichtiger ist, dann ist es m.E. ein Lösungsansatz.

  2. Ja, die Erfahrung mit YouTube-Videos musste ich auch schon machen. Ich hätte dort gerne ein tolles Projekt umgesetzt. Aber genau diese beiden Probleme haben das verhindert. Ist trotzdem ein tolles Projekt geworden, wurde dann aber mit 3D-Issue umgesetzt. Direkt aus InDesign heraus wäre es natürlich smarter gewesen…

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