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Darf ich dich kurz etwas fragen? Ich stelle immer wieder fest, dass InDesign viele Trennungen falsch macht wie zum Beispiel das Wort Un~~ter~~richt~~sin~~hal~~te und richtig wäre Unterrichts- inhalte. Weisst du eine Lösung, die das besser kann?
In der Tat haben die beiden InDesign-Wörterbücher für Deutsch noch Luft nach oben. Aktuell kann man ja wählen zwischen dem von Proximity und dem von Hunspell. Nach meinen Tests sind beide ungefähr gleichauf – mal ist eines besser, mal ist jenes besser.

Eigene Wörterbücher installieren
Jetzt gibt es natürlich die Möglichkeit, selber Wörterbücher zu installieren. Das hat den Vorteil, dass die Qualität für Deutsch wesentlich besser ist. Das hat aber den Nachteil, dass solche InDesign-Dokumente nicht mehr dem Standard entsprechen. Das heisst, wenn du offene InDesign-Dateien austauschst, muss eine Lösung gesucht werden, dass es den Umbruch nicht zerhaut. Bei den Wörterbüchern, die ich kenne, sind da Möglichkeiten vorgesehen, aber natürlich nur mit Mehraufwand.
Duden
Vor ein paar Jahren habe ich mal Duden getestet. Der Testbericht ist witzigerweise beim Publisher noch immer online. Auch sonst kenne ich Leute, die erfolgreich mit dem Wörterbuch von Duden arbeiten. Infos dazu findest du hier.
InDihyph + InDitect Paket
Ich höre auch immer wieder Gutes vom Paket InDihyph + InDitect. Selber habe ich damit keine Erfahrung. Vielleicht kann ja jemand einen Kommentar dazu abgeben? Oder kennt jemand noch weitere Alternativen für Deutsch?
Über mich
Alle Beiträge ansehenIch bin Business Leadership Coach und konzentriere mich auf Verlage und Agenturen. Ich habe Hunderte von Verlagen und Agenturen weltweit betreut und ihnen geholfen, ihre Prozesse zu optimieren und eine blühende Kultur zu etablieren.
Ich bin ein versierter Redner, spreche auf Bühnen mit mehr als 5000 Zuhörern sowie vor Hochschul- und Fachpublikum.
Mein Stil ist authentisch, ehrlich und direkt, wobei dein Erfolg immer im Vordergrund steht.
Ich lege mehr Wert darauf, meinen Kunden beim Aufbau langfristiger, nachhaltiger Geschäfte zu helfen, als nur auf kurzfristige Gewinne zu achten.










Ein Kommentar
Diese Art von Falschtrennungen kommt daher, dass die Algorithmen zusammengesetzte Hauptwörter schwer erkennen können, vor allem, wenn sie mit sog. Fugen zusammengesetzt sind: Fugen-s wie in deinem Beispiel; Fugen-n: Vase(n)-untersatz; Fugen-e usw.
Zudem ist in den (allermeisten) Trennalgorithmen keine grammatikalische Logik drin, eine Logik also, die z.B. verschiedene Fälle oder verschiedene Personen erkennt: Quad-rat; Quad-ra-te; Quad-ra-ten usw. Man müsste theoretisch jeden einzelnen Fall in einer Liste hinterlegen.
Restfehlerquoten wird es ohne Kontextprüfung immer geben: er-blas-sen versus erb-las-sen als „klassisches“ Beispiel.
Hunspell scheint mir (in Deutsch, NR) eine etwas geringere Restfehlerquote zu haben als Proximity.
Vom DUDEN-Plug-in wird mir immer wieder berichtet, dass die Performance drastisch sinkt, dass die Absturzhäufigkeit steigt und die Trennqualität nicht dem entspricht, was der Name erwarten lässt. Persönliche Erfahrung damit habe ich nicht.
In InDiHyph werkelt der DIECKMANN-Algorithmus, der in Tests häufig die geringste Restfehlerquote erbringt. Genauso wie beim DUDEN-Plug-in werden die Dokumente mit speziellen Informationen versehen, die dazu führen, dass bei der Weiterbearbeitung auf anderen Rechnern ein READER-Plug-in aktiv sein muss, weil sich sonst – natürlich – der Umbruch ändert. Ein großer Vorteil von InDiHyph: Man kann mit Jokerzeichen und Wildcards arbeiten, um z.B. die lästige i-on-Trennung ganz zu vermeiden: Kon-ver-sa-ti(-)on. Damit würde auch gleichzeitig Kon-ver-sa-tions-be-ginn und alle anderen Fälle mit abgedeckt. Persönlich habe ich ganz überwiegend gute Erfahrung mit InDiHyph. Und – das finde ich auch ganz wichtig – auch mit dem Support durch den Entwickler! InDiHyph gibt es m.W. auch als Serverversion.
PS: Der (weitaus!) beste Trennalgorithmus, mit dem ich persönlich je gearbeitet habe, war der in – jetzt nicht lachen – TeX, und zwar schon in den 1980er Jahren! Die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht …