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Innovation ist kein Selbstzweck

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Ich wurde vor kurzem in einem Interview von Knud Wassermann von der Grafischen Revue gefragt „Print wird in der öffentlichen Wahrnehmung ja nicht unbedingt mit Innovation verbunden. Wie hat es Werk II geschafft zum zweiten Mal zu den innovativsten Unternehmens Deutschland gewählt zu werden“? Meine Antwort vorab auf publishing blog ch.

Kurz und knapp zum ersten Teil der Frage: Wir wissen es nicht und das ist auch gut so. Natürlich sind wir stolz über diese zweifache Auszeichnung. Innovation ist aber kein Selbstzweck. Innovation sichert das Überleben eines Unternehmens. Das gilt für unsere Kunden als auch für uns als Softwarehersteller der priint:suite. Wir entwickeln die priint:suite konsequent auf die Bedürfnisse in 5 Jahren. Das setzt ein permanentes Nachdenken über die Meta-Trends und die Veränderungen im Kontext der digitalen Transformation voraus.

Zum zweiten Teil Deiner Frage, ob die Print Branche innovativ ist oder nicht.

Die Frage will ich anders formulieren: „Netflix“ oder „Blockbuster“. 2004 war Blockbuster mit 9000 Videotheken weltweit der Marktführer. In diesem Jahr schloss die letzte Videothek. Ein Dinosaurier der die Zeit nicht erkannt hat. Netflix ist als Online Videothek gestartet. Im selben Zeitraum vom Aufstieg und Niedergang der Blockbuster Inc. hat sich Netflix mehrmals grundlegend gewandelt und sein Geschäftsmodell radikal umgebaut.

Netflix ist ein wunderbares Beispiel, wie Innovation den Erfolg eines Unternehmens sichern kann. Ich bin zutiefst überzeugt, dass jedes Unternehmen innovativ sein kann. Jedoch verlangt Innovation einem Unternehmen alles ab und muss tagtäglich von Neuem gelebt werden. Werk II als Softhersteller hat das eigene Produkt priint:suite immer wieder neu erfunden. Die Generation 4 der priint:suite ist ausgelegt, die Digitale Transformation von Marketing und der Print Branche zu unterstützen. Aber schon heute arbeiten wir an einer fünften Generation.
Wir sind felsenfest überzeugt, dass Print ein Teil der digitalen Kommunikation wird. Dies bedeutet personalisiert, On Demand, unkompliziert eine beliebige Anzahl von Seiten zu rendern und diese als digitale Seiten oder gedruckte Seiten dem einzelnen Kunden zur Verfügung zu stellen.

Ob die Print Branche innovativ ist oder nicht, wird sich noch zeigen. Oder anders ob die Dinosaurier aussterben ist noch offen.
Aber die Print Branche steht vor gewaltigen Änderungen. Es wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Das birgt riesige Chancen für mutige und weitsichtige Unternehmen.

Über mich

  • HorstHuber

    Horst Huber ist Geschäftsführer der WERK II Medien- und Informationsgesellschaft in Duisburg und Produktmanager der priint:suite. Er ist Pionier des Database Publishing und beschäftigt sich mit der Digitalen Transformation des Marketings und der Print- und Publishing Branche.

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