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Kaum da, schon wieder weg: Google ersetzt Bard durch Gemini

Das Wort „Gemini“ über fünf separaten Fäden, jeder in einer anderen Farbe, läuft von links zu einer dreidimensionalen zentralen Helix zusammen, bevor er sich nach rechts wieder in fünf einzelne Stränge auflöst.
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Was war das noch für ein Paukenschlag, damals im November 2022, als OpenAI ChatGPT herausbrachte. Ein Tool, das uns Normalos in einen Zustand des Staunens versetzte, nicht ganz ohne ein mulmiges Gefühl zu hinterlassen. Ist sie das jetzt, diese künstliche Intelligenz, vor der wir in zahllosen Science-Fiction Filmen immer wieder gewarnt wurden?

Und während wir unsere ersten Gehversuche mit diesem Chatbot starteten, ihn fragten, was denn das beste Rezept für Spaghetti Bolognese sei oder wie man ein Gedicht über Javascript im Stil von Edgar Alan Poe schreibt, standen die grossen Tech Firmen Google, Facebook, Amazon etc. unter massivem Zugzwang.

Gerade Google mit dem vermeintlichen Suchmaschinen-Monopol sah sich verständlicherweise existenziell bedroht und löste «Code red» aus, um Ressourcen für die KI-Abteilung freizugeben. Sogar die 2019 abgetretenen Mitgründer Larry Page und Sergey Brin wurden ins Boot geholt, um bei der Aufholjagd mitzuhelfen.

Denn Google hatte ganz offensichtlich eine Chance verpasst. Bereits 2021 soll die Firma LaMDA, ihren LLM-Prototypen, fertiggestellt haben. Dieser wurde jedoch nicht veröffentlicht. Gemäss der Chefetage von Google sah man in einem zu schnellen Vorrücken in Sachen KI ein zu grosses Risiko einen ernsthaften Reputationsschaden.

Im Februar 2023 hat Google dann ihren eigenen künstlich intelligenten Chatbot Bard angekündigt, welcher eben auf dem bereits bestehenden Prototypen LaMDA basiert. Nach einer Testphase mit 10’000 ausgewählten Usern wurde Bard im März 2023 für die breite Masse zugänglich.

Und jetzt, kein Jahr später, scheint Bard schon wieder Geschichte zu sein. Oder jedenfalls der Name. Google will in Zukunft all seine KI-Apps und Dienste unter dem Markennamen Gemini vereinen. Bei der Benennung der einzelnen Services werden wir uns wohl noch mit so einigen unhandlichen Bezeichnungen herumschlagen müssen. Bislang gibt es «Gemini Ultra», «Gemini Pro» und «Gemini Nano». Und natürlich die neue Bard-Variante, die als Bündel mit Duet AI neu «Gemini Advanced with Ultra 1.0» heisst.

Ob sich Google besser an seinen ursprünglichen Plan hätte halten sollen, anstatt nach dem grossen ChatGPT-Beben unter Druck selbst vorzupreschen, sei dahin gestellt. Bard jedenfalls erhielt über weite Teile gemischte Rückmeldungen. Zwar mit einer riesigen Datensammlung ausgestattet wurde er als langweilig bis uninteressant und manchmal auch unpräzise bezeichnet. Sind wir gespannt, ob Google mit Gemini mutiger ist und die Genauigkeit verbessern konnte.

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