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Bildprompts mit JSON?

Eine orange-weisse Katze liegt auf einem dunklen Sofa vor Kissen mit Katzenmotiven. Über das Bild sind Metadaten im Programmierstil eingeblendet, die Dateiname, Auflösung, Farbinformationen und dominante Farben des Bildes beschreiben.
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Bildprompts erfordern Präzision. Um genau das gewünschte Ergebnis zu erhalten, benötigt man entweder eine äusserst detaillierte Beschreibung oder einen iterativen Ansatz, bei dem man sich schrittweise dem gewünschten Resultat nähert. Obwohl KIs stetig besser werden und dadurch zufriedenstellendere Ergebnisse liefern, bleibt die Herausforderung bestehen, das perfekte Bild zu generieren.

Ein Beispiel

Ich möchte ein Bild basierend auf diesem Foto meiner Katze generieren lassen. Genauer: Ich möchte ein Bild in dem Stil:

Originalfoto meiner Katze.

Nun kann ich das Bild natürlich bei der KI hochladen und verlangen, dass sie mir ein Bild in diesem Stil erstellt. Was aber, wenn ich Details abändern will? ChatGPT bietet meines Wissens eine Option an, bei der man Details markieren und entsprechend verändern kann. Alternativ kann ich mit einem einfachen Prompt starten und mich Schritt für Schritt an mein Ergebnis herantasten. Dazu gebe ich einen sehr einfachen Prompt ein:

Erstelle eine junge Katze auf einem Sofa mit Kissen.
Eine junge, flauschige Katze mit orangebraunem, getigertem Fell liegt entspannt auf einem beigefarbenen Stoffsofa. Sie hat grosse, aufmerksame Augen und schaut direkt in die Kamera. Die Katze ist umgeben von beige-braunen Kissen und wird von warmem, natürlichem Licht beleuchtet, das eine gemütliche Atmosphäre schafft.

Das Resultat ist hübsch, aber entspricht natürlich weiterhin nicht ganz meinen Vorstellungen.

Als nächsten Schritt kann ich den Prompt erweitern:

Erstelle eine junge rot-weisse Katze auf einem dunklen Stoffsofa mit Kissen.
Eine junge rot-weisse Katze sitzt auf einem dunklen Stoffsofa mit beigefarbenen Kissen im Hintergrund. Das Kätzchen hat grosse, aufmerksame Augen und ein weiches, orangefarbenes Fell mit weissen Markierungen an Brust und Pfoten. Die Aufnahme zeigt das Tier in warmer, natürlicher Beleuchtung gegen den Kontrast des dunklen Sofas.

Jetzt habe ich schon ein relativ gutes Ergebnis. So kann ich mich herantasten:

Erstelle eine junge rot-weisse Katze, liegend mit dem Kopf auf der rechten Seite, auf einem dunklen Stoffsofa mit Kissen.
Eine junge orange-weisse Katze liegt entspannt auf einem dunklen Stoffsofa. Die Katze hat ein verschlafenes, zufriedenes Gesicht mit geschlossenen Augen und ihre weissen Pfoten sind nach vorn gestreckt. Im Hintergrund sind mehrere Kissen zu sehen. Das Bild ist in warmen Tönen mit weichem Licht aufgenommen, was eine gemütliche, häusliche Atmosphäre vermittelt.

Dieser Prozess ist zeit- und ressourcenraubend. Mir hat sich also folgende Frage gestellt: Wie kann ich einer KI präzise erklären, was ich mir vorstelle, ohne ausschweifende Beschreibungen verfassen zu müssen? Wie kann ich Informationen detailliert übergeben, um ein Bild erstellen zu lassen, ohne ein Referenzbild hochzuladen?

Eine geeignete Beschreibungssprache wäre hilfreich – etwas, das sowohl für Maschinen als auch für Menschen lesbar ist. XML könnte eine Möglichkeit sein, ist jedoch zu umfangreich. Besser wäre eine einfachere Sprache, die keine komplexen Strukturen abbilden muss.

Einfacher und nicht zu komplexe Datenverarbeitung klingt nach JSON. Zusätzlich ist es auch noch:

  • Lesbar für Menschen: JSON ist einfach zu lesen und zu schreiben.
  • Maschinenlesbar: Computer können JSON leicht parsen und generieren.
  • Sprache unabhängig: Obwohl es aus JavaScript stammt, kann JSON in fast jeder Programmiersprache verwendet werden.

Wie erstelle ich das am einfachsten? Genau: Ich frage die KI.

Das Advanced JSON Context Profile

Ich habe das Foto meiner Katze bei ChatGPT hochgeladen und Folgendes angefragt:

Gib mir das Advanced JSON Context Profile.

Die KI hat mir danach diesen Code ausgegeben:

{
  "image_metadata": {
    "filename": "cat_on_couch.jpg",
    "resolution": {
      "width": 1024,
      "height": 1365
    },
    "file_format": "jpg",
    "color_profile": "sRGB",
    "dominant_colors": [
      "#f5f5f5",  // off-white (pillows, background)
      "#f4a460",  // orange (cat fur)
      "#ffffff",  // white (cat fur, pillows)
      "#222222"   // dark gray/black (couch, pillow)
    ]
  },
  "content_tags": [
    "cat",
    "kitten",
    "pet",
    "couch",
    "pillows",
    "indoor",
    "relaxed",
    "cute"
  ],
  "subject": {
    "type": "animal",
    "species": "cat",
    "age_estimate": "kitten",
    "fur_color": ["orange", "white"],
    "eye_color": "greenish-yellow",
    "pose": "lying curled up",
    "expression": "alert, curious",
    "position_on_image": "centered, slightly right"
  },
  "environment": {
    "setting": "indoor",
    "location": "living room",
    "furniture": ["couch", "pillows"],
    "lighting": "natural daylight, soft shadows"
  },
  "composition": {
    "focus": "cat",
    "depth_of_field": "moderate (sharp focus on cat, slightly blurred background)",
    "angle": "eye-level",
    "framing": "medium shot, cat fills most of the frame"
  },
  "camera_context": {
    "estimated_device": "smartphone",
    "orientation": "portrait",
    "brightness": "well-lit",
    "contrast": "natural"
  },
  "symbolic_interpretation": [
    "comfort",
    "domestic life",
    "innocence",
    "curiosity"
  ],
  "motifs": [
    "polka dot pattern (pillow)",
    "line art animal drawings (pillow)"
  ],
  "cultural_context": [
    "pet ownership",
    "home decor"
  ]
}

Gebe ich jetzt diesen Code bei der Bild-KI ein, übergebe ich ihr auch sehr viele Details. Diese führen beim ersten Mal zu einem guten Resultat:

Eine junge orangefarbene Katze mit weissen Markierungen liegt zusammengerollt auf einem dunkelgrauen Stoffsofa. Die Katze blickt mit grossen, aufmerksamen Augen direkt in die Kamera. Neben ihr befinden sich zwei Kissen: ein weisses Kissen mit schwarzen Punkten und ein zweites weisses Kissen mit einer Strichzeichnung einer Katze. Die Beleuchtung ist natürliches Tageslicht, das eine warme, gemütliche Atmosphäre erzeugt.

Nun habe ich auch eine Maske, die ich mit weiteren Details anreichern oder über die ich Details anpassen kann:

{
  "image_metadata": {
    "filename": "cat_on_couch.jpg",
    "resolution": {
      "width": 1024,
      "height": 1365
    },
    "file_format": "jpg",
    "color_profile": "sRGB",
    "dominant_colors": [
      "#f5f5f5",  // off-white (pillows, background)
      "#f4a460",  // orange (cat fur)
      "#ffffff",  // white (cat fur, pillows)
      "#222222"   // dark gray/black (couch, pillow)
    ]
  },
  "content_tags": [
    "cat",
    "kitten",
    "pet",
    "couch",
    "pillows",
    "indoor",
    "relaxed",
    "cute"
  ],
  "subject": {
    "type": "animal",
    "species": "cat",
    "age_estimate": "adult cat",
    "fur_color": ["black", "white"],
    "eye_color": "blue-gey",
    "pose": "lying curled up",
    "expression": "relaxed, half sleeping",
    "position_on_image": "centered, slightly right"
  },
  "environment": {
    "setting": "indoor",
    "location": "living room",
    "furniture": ["couch", "pillows"],
    "lighting": "natural daylight, soft shadows"
  },
  "composition": {
    "focus": "cat",
    "depth_of_field": "moderate (sharp focus on cat, slightly blurred background)",
    "angle": "eye-level",
    "framing": "medium shot, cat fills most of the frame"
  },
  "camera_context": {
    "estimated_device": "digital camera",
    "orientation": "panorama",
    "brightness": "well-lit",
    "contrast": "natural"
  },
  "symbolic_interpretation": [
    "comfort",
    "domestic life",
    "innocence",
    "curiosity"
  ],
  "motifs": [
    "polka dot pattern, black pillow, white dots (pillow)",
    "line art animal drawings many small birds comic style (pillow)"
  ],
  "cultural_context": [
    "pet ownership",
    "home decor"
  ]
}
Eine schwarz-weisse Katze mit markanten blauen Augen liegt entspannt auf einem grauen Sofa. Die Katze hat ein charakteristisches schwarz-weisses Fell mit weisser Gesichtspartie und schwarzen Ohren. Neben ihr befinden sich zwei dekorative Kissen – eines mit schwarz-weissem Polka-Dot-Muster und ein weiteres mit skizzierten Vogelzeichnungen im Comic-Stil. Das Bild ist in Schwarzweiss gehalten, wodurch die blauen Augen der Katze besonders hervorstechen. Im unscharfen Hintergrund ist ein Wohnzimmer mit einer Pflanze und einer Lampe erkennbar.

Diese Methode ermöglicht es, detaillierte Angaben zu machen und bereits beim ersten Prompt seinem gewünschten Ergebnis relativ nahe zu kommen – und das, ohne ein Beispielbild hochzuladen. Dieses Vorgehen setzt jedoch eine gute Vorbereitung voraus und erfordert, dass man sich vorab Gedanken zum Bildmotiv macht. Was ist mein Hauptsujet, wie soll das Setting sein (Licht, Kamera, Kontrast usw.), wofür benötige ich das Bild (Pixelseitenverhältnisse) usw.

Meiner Meinung nach ist dies derzeit eine der effizientesten Methoden. Wie ihr allerdings wisst, verändern sich die Best Practices im KI-Bereich regelmässig.


Dieser Text wurde am 21.7.2025 aktualisiert, um mehr Kontext zu geben. Danke, Roman, für den Hinweis. 😉

Über mich

  • Christian Denzler

    Christian Denzler ist Publishing-Spezialist mit über zwei Dekaden Erfahrung in der Schweizer Medien- und Publishingbranche. Seine Schwerpunkte liegen in Druckvorstufe, Web-to-Print, Multi-Channel-Publishing, datenbankgestützter Werbemittelproduktion, barrierefreien Inhalten, XML, Wissensmanagement und künstlicher Intelligenz.

    Aktuell ist er als Application Manager Print Systeme bei CH Media, einem der führenden privaten Medienunternehmen der Schweiz, tätig und arbeitet dort an der Automatisierung von Publishing- und Zeitungsdruckprozessen. Dazu gehören das Erstellen von Workflows mit Enfocus Switch sowie der Einsatz von Systemen wie Asura von OneVision, PEIQ und huGO+ von Sternwald. In eigenen Projekten wie denzler.music verbindet er Prompting, Bildgenerierung und KI-gestützte Musikproduktion mit seiner Erfahrung in Gestaltung, Sprache und digitalen Workflows. Er ist Inhaber von denzler.media, Buchautor beim Rheinwerk Verlag und teilt sein Fachwissen als Blogger und Trainer. Seine Ausbildung umfasst den Polygraf EFZ, den eidgenössischen Fachausweis als Techno-Polygraf, Weiterbildungen in Multi-Channel-Publishing, Usability/UX an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, Projektmanagement IPMA Level D sowie Digital Publishing Technologies mit Fokus auf XML, RAG und künstliche Intelligenz.

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2 Kommentare

  1. Hoi Christian. Jetzt hab einen Klemmer: warum lädst du nicht einfach das Beispielbild deiner Katze direkt bei ChatGPT hoch und sagst dann, dass du ein Bild in diesem Stil erstellen möchtest? Warum generierst du zuerst mit Foto-Hochladen in ChatGPT ein JSON, das du dann wiederum in ChatGPT zum Prompten verwendest? lg roman

    1. Lieber Roman, danke für die Nachricht. So gesehen hast du recht. Meine Absicht war es, aufzuzeigen, dass man auf diesem Weg eine Maske bekommt, über die man dann auch Anpassungen machen kann, und dass das Ganze danach auch als Maske dienen kann, die es einem ermöglicht, in Zukunft detaillierte Bilder zu prompten, ohne zuerst ein Beispielbild hochladen zu müssen. Einfach indem du diese Parameter änderst. Nach nochmaligem Durchlesen geht das aus dem Text zu wenig hervor. Ich verfeinere den Text asap noch etwas. 🙂

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