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Pantone-Bibliotheken verschwinden aus Adobe-Produkten. Brauchst du sie überhaupt?

Pantone Colors Fan

Die Wellen schlagen hoch, seit Adobe angekündigt hat, die Pantone-Farbbibliotheken auf März 2022 aus Photoshop, Illustrator, InDesign, Acrobat, Adobe Color und Adobe Capture zu entfernen.

Adobe verspricht eine Lösung: “Um die Auswirkungen dieser Änderung zu minimieren, arbeiten wir an einer alternativen Lösung für die betroffenen Produkte. Bleiben Sie dran für Updates.” Viel mehr ist aktuell nicht bekannt, ausser vieler Spekulationen.

Umfrage: hast du im 2021 Sonderfarben benutzt?

Rainer Klute, Community Manager für das Adobe Influencer Programm, hat eine Umfrage aufgesetzt, wo er fragt, wie häufig Sonderfarben überhaupt benutzt werden. Ich muss gestehen: Als Agentur haben wir im 2021 keinen einzigen Druckauftrag mit Sonderfarben gehabt – wie sieht es bei dir aus?

Wäre spannend, wenn du auch schnell an der Umfrage teilnimmst:

Pantone Connect – hmmm

Hoffen wir, die Lösung wird nicht “Pantone Connect” in heutiger Form sein. Die Erweiterung für Photoshop, InDesign und Illustrator erreicht gerade mal anderthalb von fünf möglichen Sternen als Bewertung.

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Diskussion

5 Antworten

  1. Also für Logos und Styleguide wird immer noch über Sonderfarben definiert, wobei ich auch immer häufiger jetzt dann natürlich auch eine RGB-Welt definiere und erkläre, Print ≠ Screen. In diesem Jahr drucke ich in der Tat öfter als in den Vorjahren mit Sonderfarben, weil gerade mehr auf Qualität als auf Quantität geachtet wird.

  2. Ich habe den Eindruck, dass das Pantone-Farbsystem selten hinterfragt wird – vielleicht kommt damit nun ein bisschen frischer Wind in die Farbkommunikation.

    Ich stelle an dieser Stelle einmal die Behauptung auf, dass vielen Kunden – seien es nun Agenturen oder Privatkunden – gar nicht bewusst und berechtigterweise auch gar nicht wichtig ist, wie denn eine Farbe nun drucktechnisch reproduziert wird.
    Was als Pantone-Sonderfarbe definiert wurde, wird dann beispielsweise im Digitaldruck mittels Prozessfarben reproduziert.
    In solchen Fällen wird das Pantone-Farbsystem also lediglich verwendet, um einen gewünschten Farbeindruck zu kommunizieren, nicht die Tatsache, dass eine Pantone-zertifizierte Sonderdruckfarbe verwendet werden muss.

    Nimmt man nun an, dass viele Anwender bei der Auswahl einer Pantone-Sonderfarbe am Bildschirm keinen zusätzlichen physischen Farbfächer zur Hand nehmen, so ist das Pantone-System zur Farbkommunikation eigentlich hinfällig; es reicht ebenso aus, einen annähernd reproduzierbaren Lab-Wert zu bestimmen.

    Wer Farben, insbesondere Markenfarben, im Rahmen anspruchsvoller Aufträge exakt kommunizieren und reproduzieren möchte, sollte ohnehin nicht mehr einfach den Pantone-Fächer aus der Schublade heranziehen. Hier hat Pantone mit PantoneLIVE selbst eine Lösung für die Unzulänglichkeit der Fächer geschaffen, die aber für eine einfache einseitige Farbkommunikation von weniger anspruchsvollen Kunden zu Druckereien zu komplex ist.

    Ich bin deshalb sehr gespannt, welche Alternative sich Adobe nun überlegt – insbesondere, ob diese Alternative darauf abzielt, die Bedeutung von Pantone als Farbsystem zu mindern oder lediglich darauf, dieses über Umwege trotzdem zugänglich zu machen.

  3. Peter Kleinheider von Calibrate hat an anderer Stelle einen super Kommentar gemacht. Den ich in Absprache mit ihm hier posten darf:

    «Wenn ich nun Nutzer einer früheren Version von Adobe Produkten bin, ist es doch hoffentlich nicht verboten, die Library zu exportieren und in einer neueren Version zu importieren.

    Und wenn jemand nur wenige Pantone Farben benötigt, dann kann man sich diese ja einfach anlegen. Dagegen kann Pantone nichts machen. Dafür wird sich kein Benutzer eine eigene Lizenz kaufen.

    Auch ist es so, dass die verwendeten Schmuckfarben in einem IND Dokument mit gespeichert werden. Öffnet man so ein Dokument auf einem Rechner, der keine Pantone Library hat, so steht die Pantone Farbe dennoch zur Verfügung.

    Aus dieser Sichtweise betrifft das daher nur Anwender, die Dokumente komplett neu angelegen.

    Oder liege ich falsch?

    Bin mal gespannt, wie der Markt auf diese “Anpassung” reagiert.»

  4. Ich finde das sehr schade. Nach 7 Jahren in einer Druckerei muss ich zumindest für mich sagen, dass Pantonefarben praktisch zum Alltag gehört haben. Ein professionelles Werkzeug muss diese Bibliotheken meiner Meinung nach inklusive haben. Zumal man bei Adobe ja wahrlich genug Geld pro Jahr abdrückt.

    Aber hey: Affinity hat die Pantonebibliotheken ebenfalls fix eingebaut 🙂

    1. Nachdem ich für einen Kunden viele Lebensmitteletiketten und Umkartons setze (aber auf das prinzipielle Layout keinen Einfluss habe, alles angelieferte Daten bzw. Satz nach Styleguide-Vorgaben), führt an Sonderfarben kein Weg vorbei (Anteil 100%). Davon abgesehen spielen Sonderfarben eher selten bis nie eine Rolle bei meinen Aufträgen 🤷‍♂️

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