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Shortcodes vs. Blocks: Warum du jetzt umsteigen solltest

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Erinnerst du dich noch an deinen ersten WordPress-Moment? Für viele von uns war es fast magisch, als wir zum ersten Mal [ gallery ] in den Editor getippt haben und plötzlich – zack – war da eine schicke Bildergalerie auf der Seite. Jahrelang waren diese kleinen Befehle in eckigen Klammern unsere besten Freunde, um Dinge zu tun, für die wir eigentlich hätten programmieren müssen.

Aber Hand aufs Herz: Die Zeiten ändern sich. Was früher die einzige Lösung war, ist heute oft ein Klotz am Bein.

Wir bei morntag mögen es unkompliziert und ehrlich. Darum reden wir heute Klartext über ein Thema, das oft ignoriert wird, bis es knallt: Warum du Shortcodes in deinen Blogbeiträgen vermeiden solltest.

1. Der «Lock-in»-Effekt: Wenn der Zauber verfliegt

Stell dir vor, du nutzt ein Plugin für schicke Buttons. Um einen Button einzufügen, nutzt du fleissig einen Shortcode wie diesen: [fancy-button color="red" text="Klick mich"]

Das machst du in 50 verschiedenen Blogbeiträgen. Es sieht super aus. Aber dann passiert es: Das Plugin wird nicht mehr weiterentwickelt, oder du findest ein besseres Theme, das diese Funktion nicht unterstützt. Du deaktivierst das alte Plugin.

Was passiert mit deinen 50 Buttons? Sie verschwinden nicht einfach. Stattdessen sehen deine Leser plötzlich den nackten Text [fancy-button ...] mitten im Artikel. Das sieht nicht nur unprofessionell aus, es ist der sogenannte Lock-in-Effekt. Du bist an dieses eine Plugin gefesselt. Willst du wechseln, musst du 50 Artikel händisch aufräumen. Das ist alles andere als ressourcensparend.

Merke: Shortcodes machen dich abhängig. Wenn das Werkzeug weg ist, bleibt der Müll im Text stehen.

2. Blindflug im Editor: Was du siehst, ist nicht, was du bekommst

Wir schreiben gerne so, dass es Spass macht. Aber macht es Spass, einen Beitrag zu gestalten, wenn du das Ergebnis erst siehst, wenn du auf «Vorschau» klickst?

Shortcodes sind wie eine Blackbox. Du tippst [contact-form-7 id="123"] und hoffst, dass es gut aussieht. Aber im Editor siehst du nur diesen kryptischen Text. Passt der Abstand? Stimmt die Farbe? Keine Ahnung.

Mit dem Gutenberg-Editor (dem Block-Editor) arbeitest du visuell. Du fügst einen Block ein und siehst sofort, wie er aussieht. Das ist nahbar und verständlich – genau so, wie wir es mögen. Du musst nicht raten, du gestaltest.

3. Performance und sauberer Code

Wir lieben Technik, wenn sie funktioniert. Shortcodes können deine Seite aber unnötig verlangsamen. Jedes Mal, wenn jemand deinen Beitrag aufruft, muss WordPress den ganzen Text durchsuchen, die eckigen Klammern finden und im Hintergrund das passende Skript starten, um den Inhalt zu generieren.

Wenn du zu viele Plugins mit Shortcodes nutzt, wird dein Code aufgebläht. Blocks hingegen basieren oft auf reinem HTML (mit ein paar Kommentaren für WordPress), was für den Browser viel einfacher zu verdauen ist. Eine schnelle Seite freut nicht nur deine Leser, sondern auch Google.

Die Lösung: Blocks und Vorlagen statt Klammern

«Ja, aber…» höre ich dich sagen, «wie soll ich es denn sonst machen?»

Die Antwort liegt direkt vor deiner Nase: WordPress Blocks.

Anstatt Shortcodes für wiederkehrende Elemente (wie eine Infobox oder einen Call-to-Action) zu nutzen, verwende Synched Patterns (früher: Wiederverwendbare Blöcke).

So einfach geht’s:

  1. Baue dein Element einmal mit normalen Blocks (z.B. Gruppe, Absatz, Button).
  2. Klicke auf die drei Punkte in der Werkzeugleiste.
  3. Wähle «Pattern erstellen» (oder «Zu wiederverwendbaren Blöcken hinzufügen»).
  4. Gib dem Kind einen Namen und setze den Haken bei «Synchronisiert».

Wenn du dieses Pattern jetzt in 50 Beiträgen nutzt und später die Farbe ändern willst, änderst du es einmal im Pattern-Editor, und es ändert sich überall. Ganz ohne Code, ganz ohne Lock-in-Effekt, und absolut lösungsorientiert.

Fazit: Mut zur Lücke (ohne Klammern)

Natürlich gibt es Ausnahmen. Manchmal braucht man einen Shortcode für ganz spezielle Funktionen. Aber für den Grossteil deiner Inhalte – Layouts, Buttons, Galerien – sind sie ein Relikt aus alter Zeit.

Trau dich, auf Blocks umzusteigen. Es macht deine Seite schneller, die Arbeit im Editor angenehmer und bewahrt dich davor, in drei Jahren hunderte alte Beiträge reparieren zu müssen.

Ich finde: Technik darf einfach sein. Und Arbeit darf Spass machen. Also, weg mit den eckigen Klammern und her mit den visuellen Blocks!

Was ist deine grösste Baustelle beim Umstieg? Schreib es mir gerne – ich freue mich, mich mit dir auszutauschen.

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