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Starten wir einen KI Offline-Club?

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KI ist längst Teil unseres täglichen Lebens geworden – oft ohne dass wir es bewusst wahrnehmen. Morgens empfiehlt uns Spotify die perfekte Playlist, auf dem Weg zur Arbeit navigiert uns Google Maps durch den Verkehr, und im Büro schlägt uns die E-Mail-Software automatische Antworten vor. ChatGPT formuliert unsere Texte um, Midjourney erstellt in Sekunden Bilder für Präsentationen, und DeepL übersetzt komplexe Dokumente in Echtzeit.

Doch diese ständige Verfügbarkeit hat Schattenseiten. Die permanente Erreichbarkeit und der Druck, mit den neuesten Tools Schritt zu halten, führen zu mentaler Erschöpfung. Wenn KI innerhalb von Sekunden liefert, was wir früher in Stunden erarbeitet haben, entsteht ein Gefühl der Unzulänglichkeit: „Bin ich noch gut genug? Werde ich ersetzbar?“

Studien zeigen bereits, dass intensive KI-Nutzung zu Isolation führen kann. Wenn wir mehr mit ChatGPT chatten als mit Kolleg:innen, wenn wir lieber KI-generierte Inhalte konsumieren als echte Gespräche führen, verlieren wir menschliche Verbindungen. Die Angst, etwas zu verpassen, wird durch KI verstärkt: Jeden Tag gibt es neue Tools, neue Möglichkeiten, neue Bedrohungen.

Depressive Verstimmungen entstehen auch durch die Diskrepanz zwischen KI-Perfektion und menschlicher Unvollkommenheit. Wenn jedes Bild, jeder Text, jede Antwort perfekt sein könnte – warum sind meine eigenen Leistungen es dann nicht?

Die Idee: KI Offline-Club

Was, wenn wir einen Raum schaffen, in dem wir einfach darüber reden?

Stell dir vor: Ein Abend, an dem Laptops geschlossen bleiben, Smartphones in der Tasche verschwinden. Kein Screen, keine Benachrichtigungen, keine KI-Tools.

Stattdessen: Menschen, die sich gegenübersitzen und einfach reden.

Der KI Offline-Club ist kein Workshop, in dem man lernt, wie man Prompts optimiert.

Es ist ein Schutzraum für ehrliche Gespräche:

  • Erlebnisse teilen
  • Freude ausdrücken
  • Ängste aussprechen
  • Konzepte diskutieren
  • Inspiration bekommen
  • Persönlichen Umgang finden

Es geht darum zu spüren: Ich bin nicht allein. Anderen geht es ähnlich. Gemeinsam können wir Strategien entwickeln, Resilienz aufbauen und Wege finden, mit der rasanten Entwicklung umzugehen – ohne uns davon überwältigen zu lassen.

Meine Frage an euch

Würde so ein Format helfen? Ein regelmässiger Offline-Diskussionsabend, bei dem es nicht um KI-Technologie geht, sondern um uns Menschen, die damit leben müssen? Wollen wir einen KI Offline-Club starten?

Ein Ort, an dem wir nicht lernen, wie wir KI besser nutzen – sondern wie wir besser mit ihrer Existenz in unserem Leben umgehen können?

Ich bin gespannt auf eure Gedanken.

Über mich

  • Roman Schurter

    Ich bin ein Contentmacher. Ich nutze gerne WordPress und andere Tools, um Lerninhalte zu gestalten und online zugänglich zu machen. Besonders angetan bin ich vom Content-First-Ansatz. Daneben produziere ich aber auch Marketing-Content für verschiedene Kunden. Gerne mit AI-Unterstützung.

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