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Update 2022: Webcams am Mac

Es ist mal wieder Zeit für ein Update in Sachen Webcams auf dem Mac. Aktuell sind nämlich drei wichtige Entwicklungen auf meinem Radar, von denen ich euch gerne berichte.

Meine drei Experimente auf einen Blick: Insta360 Link, Apple Continuity Camera, Detail App

Insta360 Link

Völlig überraschend und gleichzeitig irgendwie auch logisch ist die erste Neuigkeit. Insta360 – bekannt für tolle 360°-Kameras – hat eine neue Webcam lanciert, die auf einem Gimbal aufsetzt. Insta360 Link heisst das Teil und es kommt in diesen Wochen in den Handel.

Die Cam hat eine angenehme Grösse und lässt sich problemlos auf allen Bildschirmen aufsetzen. Die Bildqualität ist extrem gut. Man kann 4K aufnehmen, wobei das für einen Webstream allein natürlich wenig Sinn macht. Da sich aber natürlich auch direkt Videos aufzeichnen lassen, macht die hohe Auflösung durchaus Sinn.

Interessant ist die Cam, weil sie auf einem Gimbal sitzt und sich bewegen kann. Eine optional aktivierbare Funktion ist das Face-Tracking: wenn man sich vor der Kamera bewegt, folgt sie einem automatisch. Ideal für Fitness- und Kochvideos, aber auch sehr praktisch bei normalen Webcalls. Verbunden mit dem Face-Tracking gibts die Zoom-Funktion, mit der automatisch ein bestimmter Zoomfaktor beibehalten wird – egal, wie weit man sich vor der Kamera entfernt.

Das Bild zeigt eine Frau vor einem iMac, auf dem eine Insta360 Link montiert ist.
Bild: Insta360

Die Begleitapp auf dem Mac ist sehr intuitiv und funktioniert (im Gegensatz zu fast allen Apps z.B. von Logitech) hervorragend. Man kann viele Bildeinstellungen treffen und natürlich besagtes Tracking ein- und ausschalten. Besonders praktisch: verschiedene Kamera-Positionen lassen sich abspeichern und man kann zwischen diesen Settings wechseln.

Spannend auch der Overhead Mode: dabei kann man auf dem Pult auf einem Papier zeichnen oder in einem Buch blättern. Die Cam kippt nach unten und filmt mit – wobei entstehende Verzerrungen automatisch rausgerechnet werden.

Ich kann die Cam sehr empfehlen – sie läuft selbstverständlich auch an Windows-Rechnern. Der einzige Negativpunkt: sie ist mit rund 400 Franken nicht ganz günstig. Ich kann euch aber versichern: ihr bekommt viel fürs Geld!

Weitere Infos: https://www.insta360.com/de/product/insta360-link

Apple Continuity Cam

Mit den neusten Systemversionen, die diesen Herbst kommen, liefert Apple ein spannendes Feature: Man kann das iPhone ganz einfach als Webcam nutzen.

Man klemmt das iPhone einfach oben auf den Bildschirm. Entsprechende Halterungen wird es im Herbst geben und die Verbindung zwischen den Geräten entsteht automatisch.

Das Bild zeigt ein Macbook mit montiertem iPhone, welches über Continuity Cam als Webcam verwendet wird.
Ab Herbst kann man das iPhone ganz einfach als Webcam nutzen: drahtlos oder per USB.

Die Kameras des iPhones liefern eine hervorragende Qualität und auch hier sind diverse Zusatzfunktionen am Start: Der Portrait-Mode stellt eine optimale Ausleuchtung und einen Blurry-Background sicher. Studio Light sorgt für eine steuerbare Beleuchtung und Center Stage entspricht dem Facetracking der Insta-Cam. Auch hier gibt es einen Desk-View, mit dem man Dokumente auf dem Pult filmen kann, wobei das Bild automatisch entzerrt wird.

Das Coole: diese Funktionen werden vom Betriebssystem bereitgestellt, können also in jeder Cam-App auf dem Mac verwendet werden.

Welche Geräte dieses neue Feature genau unterstützen, steht hier: https://support.apple.com/en-us/HT209037

Neue App: Detail

Apropos Cam-Apps. Auch hier gibts einen neuen Kandidaten: Detail.

Die App ist extrem schön gestaltet und sehr stabil. Sie bietet die Möglichkeit, mit jeder erdenklichen Cam (eingebaut, USB, Wireless, HDMI, Cam-Link) Videos zu produzieren. Sei es als Recording oder aber als virtuelle Cam innerhalb von Zoom, Teams, OBS und Co.

Interessant ist vor allem das Multi-Cam-Feature: Ich kann mehrere Cams als Quelle einbinden und in Szenen abspeichern. Während der Aufnahme schalte ich bequem zwischen einzelnen Szenen hin und her und kann so die Ansichten wechseln. Einzelne Szenen lassen sich mit Texten und Bildern ergänzen.

Fürs iPhone gibt es eine korrespondierende iOS-App, mit der man selbiges drahtlos mit dem Mac verbinden kann. Eigentlich genau das, was in Zukunft auch Continuity-Cam macht, welche von Detail übrigens vollumfänglich unterstützt wird.

Die Detail-App in Aktion.

Detail wildert im Garten von mehreren Apps: Da sind die klassischen Streaming-Apps wie OBS, Ecamm Live oder MimoLive. Mit den Szenen- und Editing-Funktionen kommen aber auch Apps wie mmhmm ins Visier.

Die App ist neu, drum gibts aktuell noch ein sehr attraktives Pricing: die App ist nämlich kostenlos. Ab Herbst gibts dann einen Pro-Plan. Details zu Detail gibt es hier: https://detail.co

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