Please login to access.
Kennst du das? Man schaut auf den Kalender und fragt sich: Wo sind die Monate geblieben? Wir haben bei uns im Team in der letzten Zeit nicht nur an Kundenprojekten gearbeitet, sondern vor allem an der Art, wie wir arbeiten. Dabei hat uns ein Satz des römischen Philosophen Seneca ziemlich beschäftigt:
«Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen.»
Seneca, römischer Philosoph
Die Antwort darauf ist eigentlich simpel, aber in unserer Welt voller Pings, Push-Nachrichten und ständig neuer Browser-Tabs fast schon radikal: Fokus.
Wir haben gelernt: Fokus schafft Klarheit. Doch wie setzt man das im digitalen Alltag zwischen Meetings und Deadlines um? Hier sind drei Methoden, die wir im Team von morntag nutzen und die dir vielleicht helfen, die Weichen für morgen bewusster zu stellen.
Hack #1: Die Pomodoro-Technik
Wir haben gelernt, dass Intervalle der echten Ruhe wertvoller sind als stundenlanges «Busy-Sein». Deshalb setzen wir auf die Pomodoro-Technik.
Und hier kommen die Tomaten ins Spiel: Der Erfinder Francesco Cirillo nutzte in den 80ern als Student eine Küchenuhr in Form einer Tomate (pomodoro), um seine Zeit zu takten.
Das Prinzip ist simpel, aber effektiv:
- Ziel erfassen: Wähle genau eine Aufgabe.
- Timer stellen: Exakt auf 25 Minuten.
- Deep Work: Arbeite, bis das Signal kommt. Ablenkungen? Kurz notieren, weitermachen.
- Durchatmen: 5 Minuten Pause. Wichtig: Augen weg vom Screen!
- Wiederholen: Nach vier Runden hast du dir eine längere Pause verdient.
🎁 Kleines Freebie: Damit du das direkt am Schreibtisch ausprobieren kannst, schenke ich dir unsere Kurzanleitung als PDF zum Download:
Kleiner Software-Tipp für alle Mac-User: Ich nutze als Pomodoro-Timer die App «Flow». Corinne liebt hingegen Flocus, eine reine Web-App. (Die Tool-Tipps sind keine Werbung, sondern persönliche Empfehlungen)
Hack #2: Das Kanban-Prinzip «Limit Work in Progress (WIP)»
Fokus bedeutet auch, den Mut zu haben, Dinge nicht gleichzeitig zu tun. Aus der Kanban-Methode ist das Prinzip «Limit Work in Progress» mein heimlicher Favorit. Es bedeutet einfach: Begrenze die Anzahl der Aufgaben, an denen du aktiv arbeitest.
Wir haben das bei morntag gerade sehr konsequent durchgezogen und ein paar Projektanfragen auf Februar vertrösten dürfen, damit wir die aktuellen Projekte mit vollem Fokus abschliessen können. Das hat uns gezeigt: Manchmal ist ein ehrliches «Ja, aber später» viel wertvoller als eine Hauruck-Übung, die dann ergebnislos bleibt oder kaum Schlagkraft entwickelt.
Setze dir also ein Limit. Bevor du etwas Neues anfängst, muss erst etwas anderes fertig werden. Das zwingt dich dazu, Dinge abzuschliessen, anstatt sie nur anzufangen. Und es gibt dir die Freiheit, mit ganzem Kopf bei der Sache zu sein, was im Zeitalter der Wissensarbeit besonders wichtig geworden ist.
Hack #3: Strategic Quitting: Die Kunst des Aufhörens
Während wir bei Punkt 2 Projekte nur verschieben, geht es hier um das komplette Streichen. Ich lese aktuell gerade das Buch «Quit» von Annie Duke. Falls du noch eine Lektüre suchst für die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr: Ich kann das Buch empfehlen.
Annie Duke, eine ehemalige Profi-Pokerspielerin, räumt mit dem Mythos auf, dass «Durchhalten» immer eine Tugend ist. Ihre These: Wir halten viel zu lange an Projekten, Tools oder Gewohnheiten fest, nur weil wir schon so viel Zeit und Geld investiert haben (die klassische „Sunk Cost Fallacy“, vielleicht blogge ich bald mal darüber).
Aber Fokus entsteht primär durch Weglassen. Im Business ist es genau wie am Pokertisch: Wenn wir Ressourcen in ein Projekt stecken, das nirgendwohin führt, fehlen uns diese «Chips» (also Zeit, Budget und Nerven) für die wirklich grossartigen Chancen, die vielleicht anklopfen.
Wenn ein Projekt mehr Energie frisst, als es bringt? Quit.
Wenn ein interner Prozess nur noch Bürokratie ist? Quit.
Aufhören ist kein Scheitern, sondern eine strategische Entscheidung, um Ressourcen für das freizumachen, was wirklich zählt.
Mein Fazit
Egal ob Tomaten-Uhr, Kanban-Board oder eine mutige „Not-To-Do-List“: Das Werkzeug ist zweitrangig. Wichtig ist die Entscheidung, sich nicht treiben zu lassen. Nimm dir die Zeit, die Dinge gross zu machen, die wirklich zählen.
Wie sorgst du für Fokus in deinem Alltag? Und hast du einen Neujahrsvorsatz gefasst zu diesem Thema?
Schreib es mir gerne in die Kommentare!
Über mich
Alle Beiträge ansehenJeden Tag Menschen helfen, das zu sagen, was sie zu sagen haben. Mit Wirkung und Vision, trotzdem ressourcensparend. Ob es dabei um Websites, Webshops, Content Systeme, Texte oder auch Design geht, ist zweitrangig. Im Vordergrund stehst du und deine Vision. Mit massgeschneiderten und innovativen Ideen geben wir beim Familienunternehmen morntag unser Allerbestes, deine Message zu unterstützen.











Ein Kommentar
Das sind tolle Tipps. Vielen Dank dafür ☺️